Landkirchener Wehr rückte nach Neujellingsdorf aus / Landwirte hatten bereits ganze Arbeit geleistet und den Brand unter Kontrolle bekommen
Weiterer Flächenbrand auf Fehmarn
15.07.2026, 19:45 Uhr
Von:
Nicole Rochell
Fehmarnsches Tageblatt
Noch einmal wurde eine Wehr von Fehmarn zu einem Flächenbrand gerufen. Am Mittwoch (15. Juli) brannte es auf einem Feld in Neujellingsdorf. Die Freiwillige Feuerwehr Landkirchen rückte aus.
Flächenbrände. Derzeit ein großes Thema. Auch auf Fehmarn. Die Häufung von Bränden auf abgeernteten Feldern liegt an der Kombination aus der aktuell laufenden Getreideernte und Sommerhitze mit starker Trockenheit. Staubtrockene Pflanzenreste treffen momentan oft auf intensiv genutzte Erntemaschinen, was das Brandrisiko in die Höhe treibt.
Heute Vormittag brannte es auf einem Feld im südwestlichen Landesinneren der Insel. Mit 20 Kameraden rückte die Freiwillige Feuerwehr Landkirchen gegen 11.29 Uhr zum Einsatzort nach Neujellingsdorf aus. Die Landwirte vor Ort hatten bereits entsprechend Vorarbeit geleistet und – eingesetzter Grubber und Radlader sei Dank – den Brand bereits unter Kontrolle bekommen, als die Landkirchener eintrafen.
Dennoch waren die Kameraden noch eine Stunde mit Nachlöscharbeiten beschäftigt, so Fehmarns Gemeindewehrführer Torsten Steffen, der in diesem Zusammenhang noch auf eine andere Gefahrenquelle hinwies, die den Kameraden schlecht in die Karten gespielt hätte, hätten die Landkirchener bei der Windrichtung kein so großes Glück gehabt. Auf der anderen Seiten befanden sich nämlich Strohballen in nicht geringer Anzahl. Hätten auch die gebrannt, hätte sich das Feuer auch in diesem Bereich des Feldes rasend schnell ausgebreitet, so Torsten Steffen. Der spricht die dringende Empfehlung an die Landwirte aus, während der Ernte einen Gülletank voller Wasser bereitzuhalten. Denn zumeist, so Steffen, seien bei Flächenbränden vor Ort weder Hydranten, noch offene Gewässer vorhanden. Mit Wasser gefüllte Güllefässer dienten dann als schnelle Löschwasserreserve.
Die Wasserversorgung hatte ausgereicht. Mit zwei Löschfahrzeugen und somit insgesamt 4000 Liter Wasser waren die Kameraden vor Ort.
Zur Brandursache vermutete der Landwirt, der an der Seite des Feldes gemulcht hatte, dass ein Funkenflug durch einen Stein das umliegende knochentrockene Stroh in Brand gesetzt hat.