Wachsen und wachsen lassen im Kita-Garten

09.06.2026, 11:02 Uhr
Von: Astrid Jabs
der reporter Eutin/Malente

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Die Krippengruppe „Hummeln“ bei der Elternaktion.

Die Krippengruppe „Hummeln“ bei der Elternaktion. © Astrid Jabs

Der Lieblingsplatz von Hummeln? Ist natürlich dort, wo es duftet und blüht, wo man etwas zu essen findet, ein gutes Versteck und andere Hummeln: Im Garten!

Und genau dorthin hatten Erzieherin Kathrin Sprenger und ihr Team die Eltern der Krippengruppe „Hummeln“ der Katholischen Kita „Spatzennest“ in Eutin jüngst eingeladen. Bei strahlendem Sonnenschein gab es auf dem Kita-Grundstück etwas zu feiern und viel zu tun. Passend dazu stand leckere hausgemachte Limo ebenso bereit wie Werkzeug, Farbe und Lasur: „Einmal im Jahr haben wir eine Elternaktion, heute wollen wir schleifen, streichen, alles ein bisschen aufhübschen“, erzählte Kathrin Sprenger. Fürs Gruppenfoto nahmen alle gemeinsam unterm Schirm die Plätze ein, dann schwärmte man aus in den Garten. Am Gartenhaus flogen bald feine Späne, kleine Hände jäteten geschickt, die Erdbeeren im Hochbeet wurden gewässert und die Kinder zeigten der Reporterin, wo Möhren, Radieschen und Schnittlauch wachsen. Was später einmal geerntet wird, verspeist man gemeinsam zu Rührei und Quark.

Dass die Kinder nicht nur in Bilderbüchern sehen, was es braucht, damit Lebensmittel gedeihen, sondern selbst erfahren, wie es ist, Gemüse anzubauen und Verantwortung zu übernehmen, damit an den Pflänzchen Erbsen und Zucchini wachsen, ist für Kathrin Sprenger unverzichtbar Teil der Bildungsarbeit, die in der Kita geleistet wird. Von jeher sorgt sie dafür, dass die Kinder die Welt mit allen Sinnen kennenlernen: „Das haben wir schon immer gemacht, aber es passt gut zur derzeit aktuellen Bildungsleitlinie ‚Nachhaltigkeit‘“, meint sie lachend.

„Einmal in der Woche gehen wir auf den Wochenmarkt, diesmal haben die Kinder Blumen ausgesucht für unseren Garten“, so Sprenger. Welche Pflanzen es sein sollen, haben die Kinder ausgesucht und so werden Margerite und Lavendel sorgsam gepflanzt. Ein Stückchen weiter stehen Sonnenblumen am Gartenzaun. Jede „Hummel“ hat eine Pflanze vorgezogen, selbstgebastelte Stecker zeigen an, wem welche Blume gehört. Bei richtiger Pflege scheint in ein paar Monaten also auch an grauen Tagen die Sonne.

Keine Frage, es fällt reichlich Arbeit an in so einem Garten. Da ist Enthusiasmus genauso gefragt wie Gartenverstand. Kathrin Sprenger hat von beidem reichlich. Aber ganz ohne Gartengeräte kommen auch die besten Gärtnerinnen nicht aus. Umso mehr freut sich die Gruppe über das Abschiedsgeschenk der ältesten Hummeln, die bald aus der Krippe ausziehen: Ein moderner Geräteschrank mit Platz für Schaufeln, Harken und die Spielzeugkisten steht bereit. Von den Eltern gab es eine tolle Matschküche und eine Gartensitzbank mit Tisch. Während Ida hier Matsche anrührt, werkelt Papa Nico eifrig. Seit August 2025 gehört Ida zu den „Hummeln“. Am Gartenfest ist sie fast zwei Jahre alt: „Wir wollten Ida möglichst früh mit anderen Kindern zusammenbringen“, erzählt ihr Vater. Ida geht gern in die Kita, nach dem Frühstück holt sie gleich ihren Rucksack und will los. Das ist für ihre Eltern ein richtig gutes Gefühl. Gemeinsam wachsen ist hier Programm, nicht nur beim Gartenfest.

Am Gartenhaus wurde eifrig geschliffen.

Am Gartenhaus wurde eifrig geschliffen. © Astrid Jabs

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