Vorsicht, Wildwechsel: Polizei warnt Autofahrer
16.09.2026, 15:31 Uhr
Von:
Markus Münch
PROBSTEER
Mit den kürzer werdenden Tagen steigt die Gefahr von Wildunfällen. Im Kreis Plön ist das Risiko besonders hoch: 2025 gingen 43,4 Prozent aller registrierten Verkehrsunfälle auf Wildwechsel zurück. Laut Verkehrssicherheitsbericht zählte die Polizeidirektion Kiel für den Kreis im vergangenen Jahr 1.744 Wildunfälle. Wie die Polizeidirektion Kiel weiter mitteilt, nimmt das Risiko für Wildunfälle im Herbst und später erneut im Frühjahr deutlich zu.
Besonders in der Dämmerung am Morgen und Abend sind Rehe, Wildschweine und anderes Wild unterwegs. Wichtig zu wissen: Wildtiere sind selten allein unterwegs. Wo eines auftaucht, folgen meist weitere. Oft bleibt es bei Sachschäden, doch auch Personenschäden werden registriert.
Die Polizei rät Autofahrern, beim beim Erkennen von Wild am Straßenrand abzubremsen, und das Fernlicht auszuschalten, um die Tiere nicht zu blenden. Ein kurzes Hupen kann helfen, die Tiere zu vertreiben. Ausweichmanöver sollten Autofahrer vermeiden, weil sie gefährlicher sein können als ein Zusammenstoß. Sie sollten auf ihrer Spur bleiben und das Lenkrad festhalten. Wildwechselschilder sind ernst zu nehmen. Leitpfosten mit blauen Reflektoren sollen Wildtiere zusätzlich abschrecken. Dennoch gilt: wachsam bleiben.
Nach einem Wildunfall sollten Autofahrer die Warnblinkanlage einschalten, eine Warnweste überziehen und die Unfallstelle absichern. Verletzte müssen versorgt und bei Bedarf der Rettungsdienst über den Notruf 112 verständigt werden. Nach Angaben der Polizei muss der Unfall über 110 gemeldet werden, auch bei geringem oder nicht sichtbarem Schaden. Nur eine sofortige Meldung werde offiziell bestätigt. Dies sei auch für die Versicherung wichtig.
Am Sonnabend, 19. September, findet von 10 bis 18 Uhr im Cittipark Kiel eine gemeinsame Präventionsveranstaltung des ADAC, des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein und der Polizeidirektion Kiel zum Thema Wildwechsel statt.