Preetzer Mentoren helfen Schülern, besser zu lesen – weitere Ehrenamtler gesucht

Vom Lesemuffel zum Lesefuchs!

24.06.2026, 16:13 Uhr
Von: Volker Graap
der reporter Plön/Preetz

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Die Mentorinnen Ute Schulenberg (links) und Elisabeth Krefft-Behrsing suchen Nachwuchs für das Lesehilfe-Projekt

Die Mentorinnen Ute Schulenberg (links) und Elisabeth Krefft-Behrsing suchen Nachwuchs für das Lesehilfe-Projekt © Volker Graap

Aus unsicheren Lesern sollen schlaue Füchse werden: Das ist das Ziel der Ehrenamtlichen des Projekts „Lesementor Preetz“. Ihr Maskottchen, der Lesefuchs, steht daher sinnbildlich für die individuelle Unterstützung, die Kinder und Jugendliche von ihnen beim Lesen erhalten. „Zum neuen Schuljahr brauchen wir wieder dringend neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter“, sagt Mitinitiatorin und Koordinatorin Elisabeth Krefft-Behrsing und ergänzt: „Zur Vorbereitung auf die Aufgabe organisieren wir für neue Ehrenamtler während der Sommerferien ein Seminar in der Stadtbücherei.“

Die 38 Mentorinnen und zwei Mentoren sind in den beiden Preetzer Grundschulen, in der Grundschule Schellhorn-Trent und an der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule tätig. Elisabeth Krefft-Behrsing betont, dass es sich bei der wöchentlichen Lesestunde mit ihrem Mentor, an der die Schüler teilnehmen, nicht um Nachhilfeunterricht oder gar Nachsitzen handelt. „Es ist eine 1:1-Betreuung – ein Kind, ein Lesementor –, die spielerisch, spannend und ganz auf das Kind bezogen gestaltet wird. Dabei stärkt die besondere Aufmerksamkeit, die sie mit der Lesestunde erfahren, auch die Schüler.“ Um ein Vertrauensverhältnis herzustellen, sei es außerdem wichtig, auf die Stärken und Interessen der Kinder zu schauen.

„Für diese Schüler ist das Lesen mit Angst besetzt. Da muss man versuchen, über andere Themen wie Malen, Geschichtenerfinden oder gemeinsames Fußballspielen an sie heranzukommen“, meint Mentorin Ute Schulenberg. Ihre Bezugsperson behalten die Schüler in der Regel über mehrere Schuljahre. Die Mentoren halten dabei auch Kontakt zu Lehrern und Eltern. Die Lesestunde findet entweder direkt in der Schule oder in der Stadtbücherei statt. Der Erfolg der Lesehilfe spricht für sich: Die Kids gewinnen an Selbstwertgefühl, melden sich im Unterricht selbst zum Vorlesen und verbessern ihren Schulerfolg insgesamt, denn auch auf andere Unterrichtsfächer hat besseres Lesen und Verstehen positive Auswirkungen. Dann sind etwa auch Sachaufgaben in Mathe problemlos zu bewältigen.

Die Preetzer Lesementoren arbeiten unter dem Dach der Volkshochschule. „Unter den Mentoren sind Pädagogen, Therapeuten oder Erzieherinnen, die auch bei der Fortbildung der Aktiven unterstützen“, sagt Ute Schulenberg. Zum monatlichen Austausch treffen sich die Lesehelfer im „Treff Preetz“. Hier erhalten auch die Neueinsteiger die Chance, von den Erfahrungen der alten Hasen zu profitieren. Die Ehrenamtler werden also nicht allein gelassen, sondern eng miteinander vernetzt.

Jeder Erwachsene, der gerne liest und die Freude am Lesen weitergeben möchte, ist im Team herzlich willkommen. Kontakt gibt es über Elisabeth Krefft-Behrsing, Telefon 04342-9033892 oder E-Mail mentorpreetz@gmail.com, und die VHS Preetz, Telefon 04342-719863 oder E-Mail volkshochschule-preetz@t-online.de. Wer die Mentoren kennenlernen möchte, kann am Dienstag, 25. August, um 15 Uhr zu einem Treffen beim Projekt „Gärtnern mit Kindern“ am Mühlenaupark als Gast dazustoßen. Bei Kaffee, Tee und Kuchen kann man sich in aller Ruhe über „Lesementor Preetz“ informieren.

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