Unfallbilanz 2025: Weniger Verletzte, mehrere Todesopfer

26.05.2026, 15:54 Uhr
der reporter Plön/Preetz

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Kein Bagatellschaden: Zwei Autos prallen frontal gegeneinander.

Kein Bagatellschaden: Zwei Autos prallen frontal gegeneinander. © unsplash/Scott Greer/hfr

Die Polizeidirektion Kiel hat zwei Verkehrssicherheitsberichte für 2025 vorgestellt, einen für die Landeshauptstadt Kiel und einen für den Kreis Plön. In beiden Regionen zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Zahl der Unfälle bleibt stabil oder geht leicht zurück, die Zahl der Verletzten sinkt, zugleich gibt es mehrere Todesopfer.

In Kiel registrierte die Polizei 8809 Verkehrsunfälle und damit nahezu so viele wie im Vorjahr. Rund 84 Prozent davon waren Bagatellunfälle. Die Zahl der Verletzten ging um 5,7 Prozent auf 1231 zurück. Gleichzeitig kamen bei fünf Unfällen sieben Menschen ums Leben. Unfälle unter Alkohol oder Drogeneinfluss nahmen ab, betrafen aber weiterhin häufig Autofahrer und führten oft zu schweren Folgen.

Im Kreis Plön sank die Gesamtzahl der Unfälle leicht auf 4019. Auch hier liegt der Anteil der Bagatellunfälle bei mehr als 80 Prozent. Die Zahl der Verletzten ging deutlich um 14,3 Prozent auf 540 zurück. Laut Bericht ist das vor allem darauf zurückzuführen, dass weniger Pkw-Insassen verletzt wurden. Insgesamt starben sieben Menschen bei Verkehrsunfällen.

Ein Blick auf ältere Verkehrsteilnehmer zeigt Unterschiede zwischen den Regionen. In Kiel stieg die Zahl der verletzten Senioren ab 65 Jahren um 10,9 Prozent auf 163. Sie waren besonders häufig als Autofahrer und Radfahrer beteiligt. Als Hauptursachen nennt die Polizei seit Jahren unverändert Vorfahrtsfehler und Abbiegefehler.

Im Kreis Plön blieb die Zahl der Unfälle mit Seniorenbeteiligung weitgehend stabil. 114 Senioren wurden verletzt, zwei Senioren kamen ums Leben. In rund drei Viertel der Fälle verursachten Senioren die Unfälle selbst. Auch hier waren sie überwiegend als Pkw-Fahrer unterwegs, häufige Ursachen sind Vorfahrtsverstöße, Fehler beim Abbiegen und Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot.

Auffällig im Kreis Plön bleibt der hohe Anteil an Wildunfällen. Mit 1744 Fällen stehen mehr als 40 Prozent aller registrierten Unfälle im Zusammenhang mit Wildwechsel und betreffen überwiegend Autofahrer. Die Folgen sind meist vergleichsweise gering, in einzelnen Fällen kam es jedoch zu schweren Verletzungen, etwa bei Ausweichmanövern mit anschließenden Kollisionen mit Bäumen, wie die Polizei mitteilt.

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