Profil der Insel soll deutlich geschärft werden
TSF entwickelt neue Markenstrategie für Fehmarn
12.07.2026, 18:20 Uhr
Von:
Andreas Höppner
Fehmarnsches Tageblatt,
Strandzeitung
Der Slogan „Fehmarn – im meer mittendrin!“ hat ausgedient. Der Tourismus-Service Fehmarn (TSF) arbeitet aktuell an einer neuen Markenstrategie. Ziel laut TSF ist es, „Fehmarn im Wettbewerb der Destinationen klarer zu positionieren, das Profil der Insel deutlich zu schärfen und eine unverwechselbare Rolle einzunehmen“.
Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren habe sich die Hamburger Agentur Going Places im Wettbewerb um die Weiterentwicklung der Marke Fehmarn durchgesetzt. Grundlage dieser Neuausrichtung seien das neue Tourismusentwicklungskonzept (TEK) sowie intensive Gespräche mit Fehmaranerinnen und Fehmaranern, berichtet Tourismusdirektor Oliver Behncke. „Mit dem TEK haben wir eine wichtige Grundlage geschaffen und die touristische Zukunft Fehmarns strategisch ausgerichtet. Die Markenentwicklung ist ein wesentlicher Baustein dieser Gesamtstrategie. Dank der umfangreichen Vorarbeit im Rahmen des TEK konnten wir nun auf einer fundierten Basis aufbauen und die Marke konsequent weiterdenken.“
Gespräche mit Fehmaranern
Grundlage der Markenentwicklung sind neben dem TEK auch intensive Gespräche mit den Menschen, die Fehmarn prägen und gestalten. Insgesamt wurden 32 Fehmaranerinnen und Fehmaraner interviewt – darunter Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Wassersport, Camping, Hotellerie, Freizeitwirtschaft, Gastronomie, Beherbergung und anderen.
„Wir entwickeln keine Marke über Fehmarn, sondern aus Fehmarn heraus. Unsere Analyse und die Gespräche auf der Insel zeigen, wo die wirklichen Stärken liegen: im Draußensein, in Wind, Wasser, Wegen, Höfen und den Menschen, die Fehmarn prägen. Daraus entsteht eine Markenlogik, die Fehmarn klarer, digital sichtbarer und wiedererkennbarer macht,“ so Jürgen Rahlff-Lindner, federführender Marken- und Marketingstratege im Fehmarn-Projektteam von Going Places.
Andere Rahmenbedingungen
Die Rahmenbedingungen für touristische Destinationen hätten sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Gesellschaftliche Entwicklungen, die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie, steigende Mobilitätskosten, neue Reisegewohnheiten sowie die zunehmende Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz veränderten Erwartungen und Entscheidungsprozesse von Gästen nachhaltig. Fehmarn müsse deshalb eine unverwechselbare Rolle einnehmen, heißt es vonseiten des TSF.
„Eine Marke ist weit mehr als ein Logo oder ein Slogan. Sie beschreibt, wofür eine Destination steht und welchen Platz sie in den Köpfen der Menschen einnimmt. Fehmarns Stärke liegt nicht in einem einzelnen Motiv, sondern in der Möglichkeit, draußen auf viele unterschiedliche Arten aktiv zu sein, zur Ruhe zu kommen und die Insel im eigenen Rhythmus zu erleben. Genau dieses Profil wollen wir künftig klarer und wiedererkennbarer herausarbeiten. Insel und Sonne allein reichen heute nicht mehr aus, um sich nachhaltig vom Wettbewerb abzuheben“, so TSF-Marketingleiterin Almut Wiemold.
Erste Ergebnisse noch im Sommer
Auch die Wettbewerbsanalyse habe gezeigt, dass gerade eine präzise Positionierung entscheidend sei. „Im Verlauf des Prozesses wurde deutlich, dass Fehmarn die Chance hat, eine klare Nische zu besetzen, die bislang in dieser Form kaum besetzt ist. Daraus entsteht die Möglichkeit, sich stärker zu profilieren und von anderen Destinationen abzugrenzen“, so Almut Wiemold weiter. Ziel sei es, die Stärken der Insel authentisch sichtbar zu machen und Fehmarn langfristig erfolgreich im touristischen Wettbewerb zu positionieren. Erste Ergebnisse sollen noch im Laufe des Sommers vorgestellt werden.