Deutsche Jugendmeisterschaft im Gespannfahren:
Teresa Lamp aus Brodersdorf verpasst knapp Bronze
11.08.2026, 11:39 Uhr
Von:
Markus Münch
PROBSTEER
Nach vier Prüfungen fehlte am Ende nur ein Hauch zur Medaille: Teresa Lamp aus Brodersdorf hat bei der Deutschen Jugendmeisterschaft im Gespannfahren den vierten Platz erreicht. Auch wenn sie ihren Bronze-Erfolg aus dem Vorjahr nicht wiederholen konnte, kehrte die Fahrerin zufrieden aus Sachsen-Anhalt zurück.
„Dieses Jahr bin ich nur um Haaresbreite am dritten Platz gescheitert. Das war wirklich sehr, sehr knapp“, sagt Lamp. Mit ihrem Abschneiden sei sie dennoch glücklich: „Ich bin sehr zufrieden mit der Platzierung, denn es lief insgesamt gut. Und mit 150 Teilnehmern aus ganz Deutschland war die Konkurrenz außerordentlich stark.“
Am 29. Juli hatte sich die 20-Jährige gemeinsam mit drei weiteren Mitgliedern des schleswig-holsteinischen Jugendkaders auf den Weg nach Badeborn (Sachsen-Anhalt) gemacht. Zehn Ponys gehörten zum Aufgebot. Fünf Tage lang vertrat das Quartett sein Bundesland bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der Fahrer.
Lamp trat als älteste und erfahrenste Fahrerin des Teams in der Wertung der Pony-Vierspänner U25 in der Klasse M an. Zu ihrem Gespann gehörten Kalif Hassan, Madita, Arvalon Paris Hilton, Kimba und Kenai. An vier Tagen stand jeweils eine Prüfung auf dem Programm.
Bereits beim Vormustern gelang Lamp ein guter Auftakt. Mit ihrem fünften Pony Arvalon Paris Hilton erreichte sie den zweiten Platz. In der Dressur und im Gelände lief es anschließend „nicht ganz wie erhofft“. Doch beim abschließenden Kegelfahren konnte die Brodersdorferin noch einmal Boden gutmachen. In der Kombinationswertung verfehlte sie zwar das Podest. Doch auch als Viertplatzierte durfte sie zum Abschluss mit der schleswig-holsteinischen Landesflagge an der Ehrenrunde mitfahren.
Für Lamp unterscheidet sich eine Deutsche Jugendmeisterschaft deutlich von einem Turnier auf Landesebene. „Hier ist man ein Team aus Schleswig-Holstein“, sagt sie. Zwischen den Mannschaften der verschiedenen Bundesländer entstehe ein sportlich-freundschaftlicher Wettstreit. Innerhalb des eigenen Landeskaders hätten sich die Teilnehmer gegenseitig unterstützt und vom Rand aus angefeuert: „Dadurch erlebt man sehr viel Zusammenhalt und Freude“, betont die Brodersdorferin. Für zusätzliches Wir-Gefühl sorgte der Teamsong „Allens Kloor“ der Band Kompliment. Lamp und ihre Familie konnten zudem Erfahrungen aus früheren Meisterschaften weitergeben. Denn einige Mitglieder des schleswig-holsteinischen Aufgebots nahmen erstmals an einem bundesweiten Turnier teil.
Immerhin waren aus Schleswig-Holstein diesmal Teilnehmer zum ersten Mal bei einem bundesweiten Turnier dabei. Zum Aufgebot gehörten neben Teresa Lamp: Leif Wilken-Mohr aus Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen), Elisabeth Kirchner aus Schenefeld (Kreis Pinneberg) sowie Leni Vieten aus Waldenau (Kreis Pinneberg).
Wilken-Mohr startete mit seinem Pony-Zweispänner in der Altersklasse U18, Klasse A. Kirchner trat mit zwei Gespannen bei den Pony-Einspännern U18 ebenfalls in der Klasse A an. Vieten war die jüngste Teilnehmerin des Landeskaders. Sie ging mit ihrer Welsh-B-Stute Starpower Swetlana bei den Pony-Einspännern U14 in der Klasse A an den Start. Alle vier freuen sich bereits jetzt auf die nächste Deutsche Meisterschaft, die 2027 in Baden-Württemberg stattfindet. Doch zuvor wollen sie noch einmal gemeinsam auf einem Regionalturnier Ende August in Syke-Osterholz an den Start gehen.