In dem kleinen Dorf blicken derzeit viele Augen auf ein Storchennest.
Storch „Kuddel“ sorgt in Groß Schlamin für Aufmerksamkeit
24.07.2026, 13:33 Uhr
Von:
Lucie Grünwald
der reporter Eutin/Malente
Wenn ein Weißstorch im eigenen Garten landet, ist das schon etwas Besonderes. Familie Kurth hat eingeladen und die Störche haben angenommen.
Seit dem Bau einer Nisthilfe im Winter 2019/2020 haben sich bei der Familie auf dem Grundstück erstmals Störche zum Brüten niedergelassen. Nun wächst mit „Kuddel“ ein Jungstorch im Nest heran.
Alles Begann am 29. März, mit der Ankunft des Altvogels. Im Mai schlüpften dann drei süße Storchenküken.
Am 17. Juni 2026 war nur noch ein Jungvogel im Nest. Das verbliebene Küken bekam den Namen „Kuddel“ und entwickelte sich schnell zu einem kleinen Star.
Kuddel ist nun also ein echter Groß Schlaminer und der ganze Stolz des Dorfes!
Damit Kuddel möglichst gute Chancen auf ein langes Leben hat, wird er von Familie Kurth zusätzlich versorgt. Regelmäßig wird Futter direkt zum Nest gebracht. So erhält der Jungstorch gewissermaßen sein „Drei-Gänge-Menü“ frei Haus geliefert.
Natürlich ist er immer noch ein Wildtier und wird bei der Fütterung nicht aus der Hand gefüttert oder im Allgemeinen berührt.
Für viele Menschen im Dorf und darüber hinaus ist die Entwicklung des Jungstorchs inzwischen zu einem spannenden Naturereignis geworden. Schließlich sind Storchenbruten im eigenen Garten keine Alltäglichkeit.
Die Geschichte zeigt, wie wichtig geeignete Brutplätze für Weißstörche sind. Die Nisthilfe, die damals errichtet wurde, schuf die Voraussetzung dafür, dass sich die Vögel überhaupt in Groß Schlamin niederlassen konnten.
Jede Person mit einem großzügigen Garten, hat die Möglichkeit, sich eine eigene Nisthilfe zu errichten. Die Anleitung zum Bau einer solchen Nisthilfe gibt es auf der Website des NABU. Dort befinden sich auch wichtige Hinweise, inwiefern Störche in ihrer Brutzeit sinnvoll unterstütz werden können.