Statt Geschenken bittet Olga Meier zu ihrem 100. Geburtstag um Spenden
15.08.2026, 08:34 Uhr
Von:
Patrick Rahlf
Heiligenhafener Post
„Was braucht man schon mit 100?“ Diese Frage stellte sich Olga Meier zu ihrem 100. Geburtstag – und entschied, dass ihre Gäste, statt sie zu beschenken, lieber für das geplante Hospiz in Oldenburg spenden sollten.
Der Lütjendorferin, die kürzlich ein ganzes gelebtes Jahrhundert feiern konnte, ist das Thema Hospizarbeit wichtig. Menschen sollten die Möglichkeit haben, in einem Hospiz ihren letzten Lebensabschnitt zu verbringen, wenn dies zu Hause nicht möglich ist, erklärt sie. Auch über das Sterben spricht die Seniorin offen.
Bei ihrer Geburtstagsfeier kamen insgesamt 840 Euro zusammen. Die Spende wurde bei einem gemütlichen Kaffeetrinken im Kreis der Familie an Beate Rinck, der ersten Vorsitzenden vom Förderverein Hospiz Wagrien-Fehmarn, übergeben. Dabei nutzte Rinck die Gelegenheit, sich mit der Jubilarin auch über deren Leben und Erfahrungen auszutauschen.
Neben der Freude über die Spende blieb bei dem Gespräch auch Raum für einen persönlichen Wunsch, der Meier nach einhundert Jahren Lebenserfahrung begleitet. Dabei wurde die fröhliche Seniorin ernst: „Es soll nie wieder Krieg geben“, sagt sie. Ein Wunsch, der angesichts der aktuellen geopolitischen Lage nachdenklich werden lässt.