Sommerhitze erhöht Brandgefahr – Feuerwehr ruft zu besonderer Vorsicht auf
26.06.2026, 09:32 Uhr
Von:
Annika Loewe
Angesichts der anhaltenden Hitze und Trockenheit warnt der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein vor einer erhöhten Gefahr von Vegetationsbränden und ruft die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht auf. Symbolfoto. © Annika Loewe
Die anhaltende Hitze und ausbleibende Niederschläge lassen die Gefahr von Vegetationsbränden in Schleswig-Holstein deutlich steigen. Der Grasland-Feuerindex liegt bereits auf der zweithöchsten Warnstufe. Der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein appelliert deshalb an die Bevölkerung, in den kommenden Tagen besonders umsichtig zu handeln.
Schon kleine Unachtsamkeiten können derzeit ausreichen, um einen Brand auf Wiesen, Feldern oder in Wäldern auszulösen. Offenes Feuer sollte insbesondere in Waldnähe unbedingt vermieden werden. Auch weggeworfene Zigarettenkippen oder auf trockenem Gras abgestellte Fahrzeuge können Brände verursachen. Ebenso wird davon abgeraten, Unkraut mit einer offenen Flamme zu entfernen.
Die Feuerwehr bittet außerdem darum, Zufahrtswege zu Wäldern, Feldern und Freiflächen stets freizuhalten. Besonders wichtig sei, auf Wald- und Feldwegen abgestellte oder umgekippte Verkehrshütchen nicht zu versetzen. Diese dienen Einsatzkräften als Orientierung und weisen nachrückenden Feuerwehrfahrzeugen den Weg zum Einsatzort.
Wer Rauch oder einen Brand bemerkt, sollte umgehend den Notruf 112 wählen.
Neben der erhöhten Brandgefahr weist der Landesfeuerwehrverband auch auf die gesundheitlichen Risiken der anhaltenden Hitze hin. Körperliche Anstrengungen sollten möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Wichtig sind ausreichendes Trinken – vorzugsweise Wasser oder andere alkoholfreie Getränke –, leichte Mahlzeiten sowie ein Aufenthalt im Schatten. Wohnräume lassen sich kühl halten, indem morgens und abends gelüftet und tagsüber Fenster sowie Rollläden geschlossen werden. Helle, luftige Kleidung, eine Kopfbedeckung und Sonnenschutz helfen zusätzlich, den Körper vor der Hitze zu schützen.
Besondere Vorsicht gilt für Kinder und Tiere: Sie dürfen auch für kurze Zeit niemals in einem abgestellten Fahrzeug zurückgelassen werden.
Anzeichen eines Sonnenstichs oder Hitzeschlags wie starke Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Verwirrtheit oder Kreislaufprobleme sollten ernst genommen werden. Betroffene sollten sofort aus der Sonne gebracht und gekühlt werden. Verschlechtert sich ihr Zustand oder besteht der Verdacht auf einen Hitzeschlag, ist unverzüglich der Notruf 112 zu wählen.
Auch die Feuerwehren bereiten sich auf mögliche Vegetationsbrände vor. Gleichzeitig steht der Schutz der Einsatzkräfte bei Einsätzen unter großer Hitze im Fokus. Ausreichende Trinkpausen, Erholungszeiten im Schatten und eine angepasste Einsatzbelastung sollen dazu beitragen, die Gesundheit der Feuerwehrangehörigen zu erhalten.