Fehmarn spielt in der ersten Saisonbegegnung gegen den TSV Lütjenburg fast perfekten Fußball
SG Insel: Fehmarnsches Torfestival zum Auftakt
03.08.2026, 11:14 Uhr
Von:
Lasse Lindner
Fehmarnsches Tageblatt
Die SG Insel Fehmarn hat im Auftaktspiel der Kreisligasaison 2026/2027 fast alles richtig gemacht. Mit einem satten 9:0 (2:0) setzten die Fehmaraner sich gegen die Gäste vom TSV Lütjenburg durch.
Mit einem 18 Mann starken Kader ging die SG in das erste Saisonspiel, Trainer André Hack konnte also nach Belieben aufstellen. Fehmarn war ab Minute eins sofort wach und hungrig. Gleich mit der ersten Ballbesitzphase spielte die Mannschaft sich vor den Lütjenburger Sechzehner. Maurice Molles bekam den Ball auf den Fuß und zog ab – 1:0 Fehmarn in der ersten Spielminute. Besser geht es nicht.
Die SG-Spieler verfielen aber nicht in Freudestaumel, sondern pressten die Lütjenburger direkt nach Wiederanstoß in ihrer eigenen Hälfte, störten, und eroberten sich die Bälle. Bis zur 15. Minute häuften sich bereits die Großchancen für Fehmarn, erst konnte der Lütjenburger Keeper gegen Fabian Plöger zur Ecke klären (6.), dann spielte Fehmarns Nummer sieben, Tjelk Jacob, eine Chance heraus (10.), bei der auch der Nachschuss von Molles nicht das Tor fand.
Wenig später stand Kapitän Morten Blendermann bei einer Ecke am langen Pfosten und brachte einen Kopfball auf den Lütjenburger Kasten (13.). Er war es auch der mit einem platzierten Freistoß aus rund 25 Metern für Raunen auf dem Sportplatz sorgte – der Ball klatschte an die Latte und landete im Toraus.
Doch nicht nur offensiv setzte Blendermann Akzente – auch die Abwehrreihe der SG hatte er gut eingestimmt. Wach, zweikampfstark, und besonders wertvoll für den fehmarnschen Spielaufbau, war die Viererkette in bestechender Form.
SG Insel Fehmarn: Torriecher fehlte in der ersten Hälfte
Trotz alledem wollte das zweite Tor nicht so recht fallen – bis Tjelk Jacob wieder einmal durch war. Immer wieder überlief er auf der rechten Seite seinen Gegenspieler, und in der 42. Minute stand er frei – Fabian Plöger im Sechzehner, versenkt den Ball unbeirrt im Tor. Das war die 2:0-Pausenführung für die SG Insel Fehmarn.
Was den Fehmaranern in der ersten Hälfte noch gefehlt hatte, fanden sie nach dem Pausentee – den Torriecher. In der 49. Minute war es wieder Plöger, der den Ball wunderschön von knapp innerhalb des Sechzehners in die lange Ecke schlenzte.
Sicher kein Moralboost für die Lütjenburger, die sich defensiv zwar sichtlich bemühten, im Gesamtbild aber sehr lethargisch schienen. Ganz im Gegenteil die SG: Früh setzten Maurice Molles und der inzwischen für Nico Müntz eingewechselte Niklas Specht einem verlorenen Ball nach, noch im Lütjenbürger Sechzehner holen sie ihn sich wieder – aus knapp fünf Metern zog Specht ab und stellte auf 4:0.
Dann konnte auch Jacob sich endlich in die Torschützenliste der SG eintragen – wieder einmal jagte er über die linke Seite, überwand seinen Gegenspieler, und dieses Mal auch den Torhüter (68.).
Die Lütjenburger brachten keine geordneten Aktionen mehr nach vorne, teilweise konnten sie den Ball nicht mal mehr aus dem eigenen Sechzehner tragen. Die neuen Kräfte bei der SG zeigten hingegen, dass auch sie noch hungrig waren: Justin Simon nach einem kleinen Solo (73.), Michal Paluczynski (76.), Specht (85.), und noch einmal Paluczynski stellten gegen ausgelaugte Lütjenburger letztendlich auf den 9:0-Endstand.
SG-Trainer Hack zufrieden mit Mannschaftsleistung
Sichtlich begeistert zeigte sich Trainer Hack nach dem Spiel: „Es ist schön, wenn wir das, was wir uns vorgenommen haben, auch umsetzen können“, kommentierte er zum Spiel.
Es sei eine geschlossene Mannschaftsleistung von Minute eins bis 90 gewesen. Auch über die frischen Impulse der Einwechslungen freute er sich. Auftakt nach Maß, also? „Wir wollen den Ball flach halten, aber darauf können wir natürlich aufbauen“, sagte er zudem.
Eine Menge Rückenwind nimmt die SG Insel Fehmarn also mit ins Spiel am kommenden Sonnabend (Anstoß 15 Uhr). Dann geht es auswärts gegen den TuS Tensfeld.
SG Insel Fehmarn gegen TSV Lütjenburg: Spielzusammenfassung
- SG-Aufstellung: Heinecke – Blendermann (67. Waldeck), Markmann, Schwenn, Lafrenz – Ackermann (67. Simon), Lafrentz, Molles (77. Witt), Jacob (70. Paluczynski), Müntz (61. Specht) – Plöger.
- Bester Spieler: Blendermann, zweikampfstark, gut im Spielaufbau, Torchancen per Kopf und Freistoß.
- Schiedsrichter: Landschof (SVG Pönitz), routiniert.
- Tore: 1:0 (1.) Molles, 2:0 (42.) Plöger, 3:0 (49.) Plöger, 4:0 (64.) Müntz, 5:0 (68.) Jacob, 6:0 (73.) Simon, 7:0 (76.) Paluczynski, 8:0 (85.) Specht, 9:0 (88.) Paluczynski