Zäher Auftakt, dominantes Ende: Göhl/Oldenburg besiegt SVG
SG GO braucht nur eine Halbzeit gegen Großenbrode
28.09.2026, 15:53 Uhr
Von:
Lasse Lindner
Fehmarnsches Tageblatt,
Heiligenhafener Post
Das Ergebnis war am Ende mehr als deutlich: Mit 1:8 (1:2) musste sich der SV Großenbrode den Gästen der SG Göhl/Oldenburg geschlagen geben.
Das Spiel begann aber nicht als Torfestival: Besonders in der Anfangsphase war die Partie durch kämpferischen Einsatz und körperliche Härte geprägt. Zwar konnte die SG GO sich früh längere Ballbesitzphase erarbeiten, doch wieder und wieder schafften die Großenbroder es, das Aufbauspiel der Gegner ins Stocken zu bringen. Die Elf von Peter Thomm ging mit viel Einsatz in die Zweikämpfe, zum Teil aber auch etwas übermotiviert.
Die Vorstöße, die die SG GO bis vor das Tor der Großenbroder durchspielte, verpufften oft noch wirkungslos. In der 20. Minute fiel dann das erste Tor der Partie: Tom Deiterding fing in der gegnerischen Hälfte einen Pass der SG ab und brachte den Ball nach Außen auf Rico Wetendorf, der wieder zurück auf Deiterding in den Sechzehner spielte. Aus kurzer Distanz brachte er den Ball in der kurzen Ecke unter.
Das Spiel blieb weiter fahrig, der SG fiel es schwer, die individuelle Qualität in eine zielstrebige Mannschaftsleistung umzuwandeln. Für den SV Großenbrode war der Führungstreffer das höchste der Gefühle: Ben Ehrich kam nach einer Hereingabe per Freistoß frei zum Kopfball und sorgte für den Ausgleich (37.).
Kaum eine Minute später dann der zweite Streich: Jannik Fuhrmann flankte über rechts flach in den Sechzehner, wo Mattis Markmann goldrichtig stand (39.) – innerhalb weniger Minuten hatte Göhl/Oldenburg die Partie gedreht.
SV Großenbrode gegen SG Göhl/Oldenburg: Alles läuft schief für den SVG
Es sollte noch richtig dicke kommen für den SVG: Kurz vor der Pause sah der bereits mit gelb vorbelastete Kapitän Noel Maaß für ein Foulspiel die gelb-rote Karte (41.). Nach der Halbzeit zeigte die SG GO sich dann – ohne personelle Änderungen – trotzdem wie eine andere Mannschaft: Nachdem Fuhrmann noch den Pfosten traf (52.), sorgte Bennet Lauenroth dann für Tatsachen.
Die Großenbroder Abwehrreihe bekommt einen Ball nicht vernünftig geklärt und der Oldenburger nutzt die Chance zum 1:3 (55.). Ab dann fielen die Tore praktisch im Minutentakt: Tim Röben-Müller trug sich in die Liste ein (1:4, 65.), und Ben Ehrich schnürte mit dem 1:5 seinen Doppelpack (68.).
In der Schlussphase hatte Mattis Markmann seinen Auftritt: Für ihn kamen bis zur Nachspielzeit noch Treffer zwei, drei und vier dazu (73., 89., 90.+2).
SV Großenbrode gegen SG Göhl/Oldenburg: Spielzusammenfassung
- Aufstellung SVG: Ziegler – Kiesow, Schulz, Schwenn, Jaudzim – Deiterding, Jäcker (61. Urich), Maaß, Wetendorf, Buschmann (61. Kühlsen) – Slowy (65. Jappe).
- Aufstellung SGGO: Ott – Lunau, Zedlewski, M. Doormann, Fuhrmann (58. Petersen) – Ehrich (70. Linke), Röben-Müller (77. Kaupisch), T. Doormann, Lauenroth (58. Möller), Röhrle – Markmann
- Beste Spieler: Wetendorf (SVG), Markmann (SGGO)
- Schiedsrichter: Naß (SpVgg Putlos), viele strittige Entscheidungen, schlechte Koordination mit Linienrichtern.
- Tore: 1:0 (20.) Deiterding, 1:1 (37.) Ehrich, 1:2 (39.) Markmann, 1:3 (55.) Lauenroth, 1:4 (65.) Röben-Müller, 1:5 (68.) Ehrich, 1:6 (73.) Markmann, 1:7 (89.) Markmann, 1:8 (90.+2) Markmann (FE).