Schönberger Kirche im Fokus: Vom Großbrand bis zum Blick über die Region

20.09.2026, 17:33 Uhr
PROBSTEER

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Rund 25 Besucher nutzten die Gelegenheit zu einer Führung durch die Schönberger Kirche.

Rund 25 Besucher nutzten die Gelegenheit zu einer Führung durch die Schönberger Kirche. © hfr

Vom verheerenden Großbrand über den markanten Kanzelaltar bis zum Ausblick auf die Ostsee: 25 Besucher haben am Tag des offenen Denkmals die evangelische Kirche in Schönberg erkundet. Über die Führung unter Leitung von Hans-Hermann Malchau am Sonntag, 13. September, berichtet Antje Klein, Vorsitzende des Vereins zum Erhalt der evangelischen Kirche Schönberg. Malchau erinnerte zunächst an den Großbrand im August 1779, bei dem auch die damalige Kirche vernichtet wurde. Wie das Gotteshaus ausgesehen hatte, ist heute unbekannt. Bilder, Pläne oder andere Aufzeichnungen sind nicht erhalten.

Mit dem Neubau wurde Johann Adam Richter beauftragt, der „Baumeister in Kielischen Landen“. Innerhalb von nur drei Jahren entstand die heutige Kirche an ihrem jetzigen Standort. Typisch für Richters Baustil sind die schlichte Gestaltung, die großen Fenster und der Zwiebelturm. Ähnliche Merkmale finden sich auch am Turmanbau in Probsteierhagen sowie an den Kirchen in Kappeln und Großenaspe.

Im Kircheninneren zog vor allem der hohe Kanzelaltar die Blicke auf sich. Beeindruckt zeigten sich die Gäste von der marmorähnlichen Holzkonstruktion, dem Altarbild mit einer Darstellung des Abendmahls nach Leonardo da Vinci und der in den Altar integrierten Kanzel. Hans-Hermann Malchau berichtete zudem über die umfangreichen Restaurierungsarbeiten am Kirchenschiff und am Turm sowie über die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein.sehr

Auf dem Weg hinauf zur Turmspitze kam auch die Orgel aus dem Jahr 1782 zur Sprache. Während der beiden Weltkriege mussten ihre Zinnpfeifen abgegeben werden. Auch zwei der drei Glocken des Geläuts gingen verloren, weil das Metall für die Waffenproduktion benötigt wurde. Später konnte der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden.

Wer die Turmbesteigung auf sich nahm, wurde mit einem weiten Ausblick belohnt. Aus 65 Metern Höhe reicht der Blick weit über Schönberg hinaus. Die Führung endete mit Kaffee und Kuchen.

Blick von der Kanzel in den Kirchenraum.

Blick von der Kanzel in den Kirchenraum. © hfr

Der Blick vom 65 Meter hohen Kirchturm.

Der Blick vom 65 Meter hohen Kirchturm. © hfr

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