AMEOS Medizinforum in Eutin

Schmerzende Beine – moderne Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten

23.05.2026, 17:26 Uhr
der reporter Eutin/Malente

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Moderne Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten können helfen, die Ursachen von Beinschmerzen gezielt zu behandeln und die Lebensqualität zu verbessern.

Moderne Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten können helfen, die Ursachen von Beinschmerzen gezielt zu behandeln und die Lebensqualität zu verbessern. © Symbolbild KI-generiert

Schmerzende, schwere oder kribbelnde Beine gehören zu den häufigen Beschwerden, mit denen Patientinnen und Patienten ärztliche Hilfe suchen. Die Ursachen können dabei sehr unterschiedlich sein – und liegen nicht immer dort, wo die Schmerzen gespürt werden. Über moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten informiert das AMEOS Medizinforum alle Interessierten am 28. Mai um 18 Uhr – jetzt neu in der Cafeteria im AMEOS Klinikum Eutin.

Viele Betroffene vermuten hinter Beinschmerzen zunächst Durchblutungsstörungen. Tatsächlich können verengte oder verschlossene Blutgefäße dazu führen, dass Muskeln und Gewebe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Typische Beschwerden sind belastungsabhängige Schmerzen, die beim Gehen auftreten und sich in Ruhe wieder bessern. In solchen Fällen sprechen Gefäßspezialistinnen und -spezialisten von einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, die heute häufig mit modernen, schonenden Verfahren behandelt werden kann.

Doch nicht immer liegt die Ursache im Gefäßsystem. Auch Erkrankungen der Wirbelsäule oder des Nervensystems können Schmerzen in den Beinen auslösen. Verschleißveränderungen an der Wirbelsäule, Bandscheibenvorfälle oder Einengungen von Nervenkanälen können Nerven reizen oder einklemmen. Die Folge sind ebenfalls Schmerzen, Taubheitsgefühle oder Kribbeln, die häufig bis in die Beine ausstrahlen.

Wenn trotz Behandlung der Grunderkrankung chronische Schmerzen bestehen bleiben, kann eine moderne Therapieform helfen: die Neuromodulation. Dabei werden gezielt elektrische Impulse eingesetzt, um die Schmerzverarbeitung im Nervensystem zu beeinflussen. Vereinfacht gesagt werden Schmerzsignale abgeschwächt oder überlagert, sodass sie vom Gehirn weniger stark wahrgenommen werden. Diese Methode wird seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt und kann sowohl bei nervenbedingten Schmerzen als auch bei bestimmten, gefäßbedingten chronischen Schmerzen eine wirksame Behandlungsoption darstellen.

Programm:

Moderation und Einführung – Prof. Dr. Markus Quante, Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie mit Skoliosezentrum

•             Modernste Chirurgie an der Wirbelsäule mit „Schlüssellochtechnik“ – Dr. Hakan Tokat, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

•             Was ist Neuromodulation und wem kann die Therapie helfen? – Dr. Shari Barati, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Im Anschluss besteht ausreichend Gelegenheit, individuelle Fragen an die Fachärzte zu stellen.

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