Großfeuer in Vadersdorf auf Fehmarn beschäftigte 120 Einsatzkräfte

Scheune stand in Vollbrand: 200.000 Euro Schaden

04.09.2026, 13:54 Uhr
Von:
Fehmarnsches Tageblatt

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Schon auf der Anfahrt bot sich den Einsatzkräften der einzelnen Wehren ein schauderhaftes Bild. Das Gebäude stand in Vollbrand, da war nichts mehr zu retten.

Schon auf der Anfahrt bot sich den Einsatzkräften der einzelnen Wehren ein schauderhaftes Bild. Das Gebäude stand in Vollbrand, da war nichts mehr zu retten. © Feuerwehr Stadt Fehmarn

Schrecken in der Nacht: Um kurz vor 2 Uhr am gestrigen Freitag wurden die Freiwilligen Feuerwehren Vadersdorf-Gammendorf, Bisdorf-Hinrichsdorf, Landkirchen, Dänschendorf, Burg sowie die Hauptamtliche Wachabteilung der Feuerwehr Stadt Fehmarn und die Führungsgruppe unter der Leitung von Gemeindewehrführer Torsten Steffen zu einer brennenden Scheune alarmiert. Zu retten war das Gebäude nicht mehr, Menschen und Tiere wurden nicht verletzt.

Der Hofeigentümer und gleichzeitig auch Nachbarn hatten das Feuer bemerkt und die Rettungskräfte verständigt. Zum Einsatzort gerufen wurden die Freiwilligen Feuerwehren Vadersdorf-Gammendorf, Bisdorf-Hinrichsdorf, Landkirchen, Dänschendorf, Burg sowie die Hauptamtliche Wachabteilung der Feuerwehr Stadt Fehmarn und die Führungsgruppe unter der Leitung von Gemeindewehrführer Torsten Steffen. „Bereits während der Anfahrt stand die Scheune in Vollbrand, somit war es für uns alle eine Anfahrt auf Sicht“, berichtet Steffen.

Menschen und Tiere vom Hof evakuiert

Durch schnelles Eingreifen und sehr gutes Zusammenspiel aller eingesetzten Wehren konnte ein Übergreifen auf eine zweite, direkt nebenan befindliche Scheune sowie auf das angrenzende Wohnhaus verhindert werden. „Wegen des Funkenflugs war die Lage extrem kritisch. Deshalb haben wir aus dem Wohngebäude insgesamt neun Personen und einen Hund evakuiert. Sie mussten von den Einsatzkräften zum Teil aus dem Schlaf gerissen werden“, erzählt Steffen. Zuvor hatte bereits die Frau des Hofbesitzers die Pferde aus der angrenzenden Scheune geholt. Verletzte gab es dank des zügigen Handelns aller Beteiligten nicht.

Insgesamt waren rund 120 Kräfte der Feuerwehren bis etwa 5.30 Uhr im Einsatz. Im Anschluss blieben die Wehren Vadersdorf und Bisdorf weiter vor Ort, um mithilfe eines Baggers an die letzten Glutnester zu kommen. Die Vadersdorfer Kameraden konnten schließlich um 10.08 Uhr den Einsatz ganz beenden.

Das Gebäude fiel in sich zusammen:  Das nächtliche Feuer hat die Scheune vollständig zerstört.

Das Gebäude fiel in sich zusammen: Das nächtliche Feuer hat die Scheune vollständig zerstört. © Feuerwehr Stadt Fehmarn

Kripo ermittelt zur Ursache des Brandes

„Herausfordernd war es, in der engen Dorflage alle 18 Einsatzfahrzeuge zu koordinieren. Teilweise war auf der Straße kein Begegnungsverkehr möglich. Das ist uns aber dennoch sehr gut gelungen“, so der Feuerwehrchef.

Die Scheune wurde nach dem Löschen eingerissen. Der Sachschaden liegt bei circa 200.000 Euro, teilt die Polizeidirektion Lübeck mit. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Da die Fenster des Wohnhauses geschlossen waren und so eine Verrauchung verhindert wurde, konnten die Bewohner – darunter einige Feriengäste – bereits wieder in die Räume zurückkehren.

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