„Schleswig-Holstein“ wird für mehr als 25 Millionen Euro umgebaut / Renovierung der Passagierbereiche

Scandlines-Fähre beim Plug-in

24.08.2026, 22:57 Uhr
Von:
Fehmarnsches Tageblatt

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Der Coffee Shop an Bord der "Schleswig-Holstein" - so könnte er aussehen.

Der Coffee Shop an Bord der "Schleswig-Holstein" - so könnte er aussehen. © Visualisierung: Scandlines

Scandlines investiert mehr als 25 Millionen Euro in die Modernisierung der Fähre „Schleswig-Holstein“. Gleichzeitig erwartet Reisende an Bord ein komplett neues Konzept: Die Passagierbereiche werden vollständig renoviert und um moderne Gastronomie-, Shopping- und Loungebereiche ergänzt.

Die Reederei Scandlines arbeitet weiter an der Klimafreundlichkeit ihrer Ostsee-Flotte. Seit gestern Morgen befindet sich die „Schleswig-Holstein“, die bekanntlich zwischen Puttgarden und Rødby verkehrt, im litauischen Klaipeda, um dort in den kommenden Wochen für über 25 Millionen Euro von einer konventionellen Hybrid- zur Plug-in-Hybridfähre umgerüstet zu werden. Das gibt die Reederei in einer Pressemitteilung bekannt. Kehrt die Fähre voraussichtlich Ende des Jahres aus der Werft zurück, wird sie den größten Teil ihres Energieverbrauchs aus grünem Landstrom decken. Ziel der Reederei ist es bekanntlich, die CO2-Emissionen zu reduzieren und bis 2040 einen emissionsfreien Fährverkehr zu etablieren (wir berichteten).

Die umfangreichen Umbauten des Schiffes umfassen zudem eine komplette Renovierung der Passagierbereiche, wie die Reederei ebenso wissen lässt. Auf den Decks 5 und 6 tut sich bald etwas: Wände werden entfernt, Räume geöffnet und Treppen verlegt. Das neue Innenraumkonzept sieht modernisierte Restaurant-, Café- und Shoppingbereiche vor. Und es geht nicht nur um Design. Die Einrichtung wird durch neue Gastronomiekonzepte, digitale Bestelllösungen und verbesserte Passagierströme ergänzt, die Wartezeiten minimieren und dazu beitragen sollen, das gesamte Erlebnis an Bord noch weiter zu verbessern, so Scandlines.

Darüber hinaus wird auf dem Sonnendeck ein neuer Außenbereich mit Spielplatz eingerichtet. Auch die sanitären Einrichtungen werden optimiert, unter anderem mit mehr Toiletten sowie moderner Technologie, kündigt die Reederei an.

„Wir arbeiten seit mehreren Jahren an dem Projekt, und wir haben uns auf diesen Tag, wo wir das Schiff endlich in die Werft schicken konnten, sehr gefreut“, sagt Lars Kyrø, Head of Passengers bei Scandlines, und hat die Kundenbedürfnisse und -erwartungen der Passagiere im Blick: „Wir wissen heute deutlich mehr über unsere Kunden. Durch Analysen von Verhalten, Passagierströmen und Aufenthaltsmustern haben wir ermittelt, was den größten Mehrwert für die Gäste an Bord schafft. Der Umbau setzt diese Erkenntnisse in konkrete Verbesserungen des Kundenerlebnisses um“, fährt Lars Kyrø fort.

Der Kostenanteil der Umrüstung des Schiffes auf Plug-in-Hybrid wird vom deutschen Verkehrsministerium im Rahmen der Förderrichtlinie „Nachhaltige Modernisierung von Küstenschiffen“ unterstützt.

Auf dem Weg, bis 2040 ein direkt emissionsfreies Transportunternehmen zu werden, ist der Umbau der „Schleswig-Holstein“ nur eines von zwei Schiffen auf der Route Puttgarden-Rødby, die ab diesem Jahr beziehungsweise Anfang nächsten Jahres als Plug-in-Hybridfähren verkehren sollen. Darüber hinaus nahm Scandlines bekanntlich im März auf dem Fehmarnbelt eine neue Frachtfähre in Betrieb, „The Baltic Whale“, die ausschließlich mit an Land geladenem Strom fahren kann.

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