Rund 75 Einsatzkräfte bei Brand in Grammdorf
29.08.2026, 18:41 Uhr
Von:
Sabina Gradert
der reporter Oldenburg
Ein größerer Feuerwehreinsatz hat am heutigen Samstag zahlreiche Einsatzkräfte in Grammdorf gefordert. Gegen 11.32 Uhr wurden zunächst die Feuerwehren aus Wangels und Hansühn zu einem gemeldeten Unratsbrand alarmiert. Bei der ersten Erkundung vor Ort zeigte sich jedoch schnell, dass weitere Kräfte benötigt wurden.
„Wir haben hier größere Mengen Paletten und Scheitholz, die aufgestapelt waren und teilweise im Vollbrand standen“, berichtete Gemeindewehrführer Frank Wohlert. Daraufhin wurden die Feuerwehren aus Döhnsdorf-Weißenhaus, Oldenburg und Mönchneversdorf nachalarmiert. Insgesamt waren nach Angaben Wohlerts rund 75 Einsatzkräfte an den Löscharbeiten beteiligt.
Auch das Technische Hilfswerk (THW) wurde zur Unterstützung hinzugezogen. Die Einsatzkräfte rückten mit Spezialgerät an und halfen dabei, die dicht gestapelten Paletten auseinanderzuziehen. So konnten die Feuerwehrleute besser an die einzelnen Brandstellen und Glutnester herankommen und diese gezielt ablöschen. Die technische Unterstützung des THW war damit ein wichtiger Bestandteil der aufwendigen Löscharbeiten.
Eine besondere Herausforderung stellte der Blechschuppen dar, in dem das brennende Material gelagert war. Aufgrund der starken Hitze konnten die Feuerwehrleute zunächst nicht unmittelbar an alle Brandstellen herankommen. Mithilfe eines Baggers mit Greifer wurde deshalb das Blechdach entfernt, um einen besseren Zugang zum Brandgut zu schaffen.
„Wir sind da aufgrund der Hitze so nicht rangekommen“, schilderte Wohlert die schwierigen Bedingungen. Nachdem das Dach geöffnet worden war, konnten Paletten und Scheitholz nach und nach geborgen und gezielt abgelöscht werden. Das Brandgut wurde anschließend in einen bereitgestellten Container gebracht und dort weiter abgelöscht.
Der langwierige Einsatz verlangte den Feuerwehrleuten einiges ab. Über Stunden arbeiteten die Einsatzkräfte gemeinsam daran, die Glutnester in den aufgestapelten Holz- und Palettenmengen zu erreichen und vollständig abzulöschen.
Große Unterstützung erfuhren sie dabei auch aus dem Dorf. Noch bevor die organisierte Einsatzverpflegung vor Ort eintraf, versorgten Anwohnerinnen und Anwohner aus Grammdorf die Feuerwehrleute mit Kaffee, Kuchen und Getränken. Schnell und unkompliziert sorgten sie dafür, dass es den Einsatzkräften während ihrer kräftezehrenden Arbeit an nichts fehlte.
Später übernahm die DRK-Bereitschaft Neustadt die Verpflegung. Deren Helferinnen und Helfer hatten zuvor bereits eine Großübung auf Fehmarn begleitet und machten sich anschließend auf den Weg nach Grammdorf, um dort die Versorgung der Einsatzkräfte sicherzustellen.
Auch Gemeindewehrführer Frank Wohlert hob die Unterstützung ausdrücklich hervor. Sowohl die schnelle Hilfe der Grammdorferinnen und Grammdorfer als auch die anschließende Versorgung durch die DRK-Bereitschaft seien für die Einsatzkräfte eine wertvolle Unterstützung gewesen.
Der Einsatz zeigte damit nicht nur, wie reibungslos die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren funktionierte. Er machte ebenso deutlich, wie selbstverständlich die Dorfgemeinschaft hinter ihren Einsatzkräften steht: Während rund 75 Feuerwehrleute unter schwierigen Bedingungen gemeinsam gegen das Feuer vorgingen, sorgten zahlreiche Helferinnen und Helfer im Hintergrund dafür, dass sie während des stundenlangen Einsatzes gut versorgt waren.