Regelmäßiges Verkehrschaos in Großenbrode
28.07.2026, 19:47 Uhr
Von:
Patrick Rahlf
Heiligenhafener Post
Wenn auf der E47 stockender Verkehr herrscht, weichen viele Autofahrer, die Richtung Fehmarn fahren, noch immer über Lütjenbrode und den Großenbroder Ortskern aus. Die Folgen sind gravierend: Die Gemeinde am Sund erlebt regelmäßig einen Verkehrsinfarkt und ist komplett verstopft.
So war es die vergangenen Wochenenden, wobei bei Bürgermeister Peer Knöfler (CDU) besonders das vorletzte Wochenende in Erinnerung blieb, als Nordrhein-Westfalen Sommerferien bekommen hat. „Drei Parallelstraßen im Ort waren komplett dicht: Auf der Nordlandstraße, auf der Teichstraße und Hinter den Höfen ging an zwei Tagen nichts mehr. Das ist ein Zustand, der nicht sein darf und den wir seit langer Zeit anprangern“, erklärte Knöfler gegenüber der HP. Mitglieder der Feuerwehr hätten in ihren Privatautos bei Einsätzen keine Chance, zum Feuerwehrhaus zu gelangen, monierte der Großenbroder Bürgermeister. Auch für Einsatzfahrzeuge sei die Lage im Notfall prekär.
Zwar seien von der Polizei sowohl am Klaustorfer Berg als auch auf Höhe der Famila-Kreuzung in Heiligenhafen Schilder aufgestellt worden, die besagen, dass lediglich Anwohner Richtung Lütjenbrode weiterfahren dürfen, doch kaum ein Fahrzeugführer hat sich daran gehalten. „Das Problem ist, dass die Leute einfach weiterfahren, wenn sie erst einmal von der Autobahn abgefahren sind.“
Laut Knöfler lassen die versprochenen Schilder, die bei Bedarf auf der Autobahn in Fahrtrichtung Norden ausgeklappt werden sollen, noch immer auf sich warten. Auf diesen soll deutlich vermerkt sein, dass eine Abfahrt über Lütjenbrode nicht zulässig sei. „Wir werden über das Amt weiter Druck in dieser Angelegenheit ausüben. Ohne Polizeikontrollen wird eine dauerhafte Entlastung an prekären Tagen aber schwierig werden“, ist Knöfler überzeugt.
Die Schwierigkeit bestehe auch darin, dass bei einem Stau auf der E47 Google Maps die Strecke über Lütjenbrode weiterhin als Ausweichalternative anzeige. „Auch da habe ich mich informiert: Es gibt Möglichkeiten, das zu verhindern. Es ist aber ein langer und aufwendiger Prozess“, so Peer Knöfler abschließend, der in der Angelegenheit nicht locker lassen will.