Projekt an der Arnesboken-Schule: Wenn Reanimation auf dem Stundenplan steht

18.07.2026, 11:00 Uhr
der reporter Eutin/Malente

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Die Arnesbokener Schüler*innen haben die Reanimation auf dem Schirm.

Die Arnesbokener Schüler*innen haben die Reanimation auf dem Schirm. © hfr

„Hallo, können Sie mich hören?“, klingt es an der einen Stelle. Die angesprochene Person antwortet nicht. Sofort wird die Atmung überprüft und weitere Maßnahmen zur Reanimation werden getroffen. Nebenan bringen HelferInnen ihren Patienten in die stabile Seitenlage und setzen einen Notruf ab. Etwas weiter wird ein AED ausgepackt.

Ein Massenunfall? Nein, die Schülerinnen und Schüler der 7b der Arnesboken-Schule üben nur für den Notfall und lernen gemäß dem neu erstellten Reanimations-Curriculum der Schule lebensrettende Maßnahmen.

„In Deutschland trauen sich viel zu viele Menschen im Notfall nicht, eine Reanimation durchzuführen“, erklärt Mathe- und Physiklehrerin Stefanie Wiese, die zusammen mit ihrem Mann Andreas, Ausbilder vom Team „Notfallimpulse“, das Curriculum erarbeitet hat, „dabei zählt bei Atemstillstand jede Minute! Wir setzten daher schon in der vierten Klasse mit kindgerechten Schulungen an, die bis zu den Abschlussklassen im neunten und zehnten Jahrgang jährlich stattfinden wird. Dabei üben die jüngeren Schülerinnen und Schüler erst einmal nur die Herz-Druck-Massage, die älteren Schülerinnen und Schüler lernen dann auch noch die Beatmung und den Umgang mit einem Defibrillator.“

Unter der Betreuung von „Notfallimpulse Bad Segeberg“ und in Kooperation mit dem Ahrensböker Förderverein „Brummkreisel e.V.“ sowie Kiwanis Ahrenbök konnten dieses Projekt mit kleinen und großen Übungspuppen ausgestattet werden, die stets vor Ort sind und nicht nur für das Reanimationsprojekt, sondern auch flexibel im Unterricht eingesetzt werden können.

„Mit dieser Ausrüstung können wir alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge vier bis zehn praktisch in der Reanimation ausbilden“, freut sich Schulleiter Michael Nesemann, „ein wichtiger Baustein für eine ganzheitliche Bildung, die alle Lebensbereiche umfasst.“

Den Schülerinnen und Schülern macht der Kurs sichtlich Spaß: „Wir haben uns das Reanimieren viel schwieriger vorgestellt, als es eigentlich ist und jetzt wissen wir im Notfall genau, wie wir helfen können“, sagen Lea, Merle und Caro. Und Erik, Linus und Mads sind sich einig: „Wir freuen uns schon auf den Kurs im nächsten Jahr!“

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