Preetzer TSV verkauft Grundstück in der Lindenstraße nur, wenn es ein Gesamtkonzept für den Sport gibt.

Preetz: Jahnplatz könnte für Förderzentrum-Neubau weichen

30.04.2026, 09:53 Uhr
Von: Volker Graap
der reporter Plön/Preetz

Diesen Artikel teilen
Der rote Grandplatz in der Lindenstraße wird nicht mehr richtig genutzt. Hier könnte das Förderzentrum neu gebaut werden.

Der rote Grandplatz in der Lindenstraße wird nicht mehr richtig genutzt. Hier könnte das Förderzentrum neu gebaut werden. © Volker Graap

Es deuten sich handfeste Veränderungen für das traditionsreiche Sportgelände an der Lindenstraße in Preetz an: Der Kreis Plön hat auf der Suche nach einem Grundstück für den Neubau des Förderzentrums in der Schule am Kührener Berg den Jahnplatz des Preetzer TSV ins Auge gefasst. Auch die Stadt Preetz befürwortet das Vorhaben grundsätzlich – das hat jetzt der Ausschuss für Stadtentwicklung bei nur einer Gegenstimme beschlossen.

Hintergrund ist, dass in der Schule am Kührener Berg erheblicher Raummangel herrscht. In dem für 80 Kinder ausgelegten Förderzentrum mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung werden 140 beschult. Außerdem müssen die Gebäude energetisch saniert werden. Laut Ratsmitglied Simon Bussenius – er ist auch Kreistagsabgeordneter – werde geprüft, ob die Schule für 33 Millionen Euro saniert oder für 20 Millionen Euro neu gebaut werden. „Der Standort ist offen, die Kreisverwaltung sucht im ganzen Kreisgebiet nach geeigneten Bauplätzen“, so Bussenius.
Einen möglichen hat der Kreis nun in Preetz identifiziert: Der Jahnplatz weise entscheidende Vorteile auf, so Landrat Björn Demmin. „Zum einen besteht eine räumliche Nähe zum bisherigen Standort der Schule, sodass gewachsene Bezüge im Stadtgebiet erhalten bleiben können. Für Schülerinnen und Schüler sowie deren Familien bedeutet dies Kontinuität im gewohnten Umfeld.“ Zum anderen verfüge Preetz über eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur, die für den speziellen Kreis der Förderschüler von hoher Bedeutung sei – wie die gute Anbindung an den ÖPNV, die verkehrliche Erreichbarkeit aus dem gesamten Kreisgebiet, die bestehenden therapeutischen, sozialen und medizinischen Angebote sowie ergänzende Bildungs- und Betreuungsstrukturen.
Landrat und Bürgermeister haben mit den Gremien des Preetzer TSV Gespräche geführt. „Für den Neubau ist etwa die Hälfte des Grundstücks erforderlich. Wir könnten uns grundsätzlich vorstellen zu verkaufen. Jedoch nicht einfach so, es muss uns als Verein schon weiterhelfen. Deshalb kann ein Verkauf nur im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für den Sport in Preetz umgesetzt werden“, betont PTSV-Vorstand Axel Schreiner. Der Grandplatz am Sportheim werde nur noch selten genutzt, überwiegend bei Schietwetter, wenn die Rasenplätze gesperrt sind. „Wir müssen eine langfristige Lösung für das Stadion und die B-Plätze finden, dort läuft der Pachtvertrag 2032 aus und Fußball und Leichtathletik müssen vor Ort weiter betrieben werden können“, so Schreiner.
Zu prüfen ist für das Grundstück jetzt zunächst, ob es bei einer Bebauung Probleme mit der Niederschlagsentwässerung geben könnte. Versickerungsmöglichkeiten bzw. die Leistungsfähigkeit der Kanalisation sind nachzuweisen, bevor das Projekt konkretisiert wird. „Das ist in Preetz ein großes Thema, das vorab geklärt werden muss“, betont Bürgermeister Tim Brockmann. Und dann gehe es darum, den Sport in diesem Bereich ein Stück weit neu zu denken.

Meistgelesen

Preetz: Schäden durch ungeplanten Holzeinschlag am Postsee Preetz

Preetz: Schäden durch ungeplanten Holzeinschlag am Postsee

In den vergangenen Tagen haben Spaziergängerinnen und Spaziergänger in der Feldmark nahe des Postsees große...

Volker Graap
Stärkung für den Preetzer Norden Preetz

Stärkung für den Preetzer Norden

Am Donnerstag, 2. Juli, herrschte auf den neuen Gewerbeflächen in der Wakendorfer Straße am Preetzer...

Volker Graap
„Bäume in enormem Ausmaß gefällt“ Preetz

„Bäume in enormem Ausmaß gefällt“

Nachdem die Stadt Preetz eingeräumt hat, dass es durch ein Missverständnis zu einem ungeplanten Holzeinschlag...

Volker Graap