Polizei befreit Hunde aus überhitztem Auto
06.08.2026, 15:09 Uhr
Von:
Annalena Kristof
Heiligenhafener Post
Zwei Hunde sind am Dienstag (4. August) von der Polizei aus einem überhitzten Fahrzeug nahe des Campingplatzes in der Seestraße in Weißenhäuser Strand befreit worden.
Eine 31-jährige Frau aus Berlin hatte die Tiere nach bisherigen Erkenntnissen der Polizeidirektion Lübeck trotz hoher Temperaturen und Sonnenschein mehrere Stunden in dem abgestellten Auto zurückgelassen. Gegen die Hundehalterin wird nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.
Gegen 17.40 Uhr erhielten die Beamten der Polizeistation Oldenburg den Hinweis auf zwei Hunde, die in einem Fahrzeug eingeschlossen seien. Auf dem Parkplatz in der Seestraße stellten die Polizisten kurz darauf einen Seat fest, dessen Fensterscheiben geschlossen waren. Im Innenraum befanden sich ein älterer Schäferhundmischling sowie ein jüngerer Australian Shepherd. „Aufgrund der hohen Temperaturen herrschte im Fahrzeug extreme Hitze. Dem Sachstand nach hatten sich die Hunde bereits mehrere Stunden in dem Auto befunden“, berichtet Ulli Fritz Gerlach, Pressesprecher der Polizeidirektion Lübeck.
Da die Fahrerin trotz eines Aufrufs in der Ferienanlage nicht erreicht werden konnte und sich das Fahrzeug nicht anderweitig öffnen ließ, entschieden sich die Beamten, eine Seitenscheibe einzuschlagen. Dadurch konnten die beiden Hunde befreit werden. Die Tiere hätten dabei stark dehydriert gewirkt, so Gerlach. Auch nachdem sie mit Wasser versorgt worden waren, brachen sie nach Angaben der Polizisten vor Ort wiederholt zusammen.
Nach Abstimmung mit der Tiernothilfe Ostholstein brachten die Beamten die Hunde deshalb zur weiteren Versorgung in eine Tierklinik nach Neustadt. Dort sei später auch die Halterin der Tiere erschienen. Gegen die 31-Jährige aus Berlin leiteten die Polizeibeamten daraufhin ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ein.