„Herzlichen Glückwunsch, Silke Hintz“
Plöner Turnerin glänzt bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften
12.06.2026, 09:05 Uhr
der reporter Plön/Preetz
Wenn im Sport von „harter Konkurrenz“ gesprochen wird, dann war die diesjährige Deutsche Seniorenmeisterschaft im Gerätturnen in Koblenz das beste Beispiel. Rund 300 Spitzenaktive aus der gesamten Bundesrepublik reisten in die EPG Arena, um die besten Turner zu ermitteln. Unter ihnen die Plönerin Silke Hintz. Und sie bewies: Wahre Sportler:Innen lassen sich von Rückschlägen nicht stoppen.
Das Teilnehmerfeld war stark besetzt wie selten zuvor. Für Schleswig-Holstein starteten sieben Frauen (Altersklassen 30–69) und acht Männer (Altersklassen 35–80). Für Silke Hintz (Altersklasse 65–69) stand der Start jedoch unter keinem guten Stern – und wurde dennoch zu einem Triumph.
Nur zwei Wochen vor dem großen Wettkampf hatte sich die Plönerin verletzt. Die Teilnahme, auf die sie lange hingearbeitet hatte, schien plötzlich in weiter Ferne.
Trotz des Trainingsrückstands ging sie mutig in Koblenz an den Wettkampf. Unter den 14 hochkarätigen Turnerinnen ihrer Altersklasse war die Plönerin die älteste. Geturnt wurde ein Vierkampf, bei dem die zwei besten Gerätwertungen in das Endergebnis einflossen.
Die Plönerin liefert: An der Bank erturnte sie sich starke 12,65 Punkte. Am Stützbarren (Männerbarren) holte sie sensationelle 12,3 Punkte. Als sie eine perfekte Taucherrolle präsentierte, staunten selbst die männlichen Kollegen am Mattenrand nicht schlecht.
Am Stufenbarren lief es solide. Lediglich am Boden schlichen sich zwei kleine Fehler ein. Am Ende konnte sie sich über einen hervorragenden 10. Platz freuen. Ein Ergebnis, auf das die Plönerin stolz sein kann: In der teaminternen Wertung der sieben Schleswig-Holsteinerinnen erreichte sie damit den drittbesten Rang.
Silke Hintz konnte ein rundum positives Fazit ziehen und sparte nicht mit Lob: „Ein riesiges Danke geht an das gesamte Organisationsteam vor Ort und natürlich an die Trainer, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre“, hebt sie hervor. Wer die Turnerin kennt, weiß, dass die Turnschuhe nicht lange im Schrank stehen werden.