Künstlermuseum Heikendorf zeigt Privatsammlungen

Norddeutscher Impressionismus meets Pop Art

06.09.2026, 06:08 Uhr
PROBSTEER

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„Mädchen von der Jammerbucht“ von August Tørsleff.

„Mädchen von der Jammerbucht“ von August Tørsleff. © KMH/hfr

Was in privaten Kunstsammlungen zusammengetragen wird, bleibt meist den eigenen vier Wänden vorbehalten. Die Sonderausstellung Norddeutscher Impressionismus meets Pop Art eröffnet einen seltenen Einblick in zwei norddeutsche Privatsammlungen, deren Spektrum von der Kunst des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart reicht.

Neben Gemälden sind zahlreiche Pastelle, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken zu sehen. Beide Sammler widmen den empfindlichen Arbeiten auf Papier eine besondere Aufmerksamkeit und Leidenschaft.

Die Ausstellung vereint schleswig-holsteinische Kunst mit Werken bedeutender dänischer Künstler und internationalen Positionen der Moderne. Zu den vertretenen Künstlern gehören unter anderem Ludwig Dettmann, Hans Peter Feddersen, Otto Heinrich Engel, Emil Nolde, Dorothea Maetzel-Johannsen, Käte Lassen, Michael Arp, Klaus Fußmann sowie Friedrich Mißfeldt, Rudolf Behrend und Heinrich Blunck.

Ergänzt wird die Auswahl durch Werke dänischer Künstler wie Carl Locher, Michael Ancher, Christoffer Wilhelm Eckersberg und Carl Holsøe sowie durch internationale Positionen von Andy Warhol, David Hockney und Günter Fruhtrunk.

So unterschiedlich die beiden Sammlungen sind, verbindet sie doch die Leidenschaft für Kunst. Beide Sammler beschäftigen sich auch beruflich mit Kunst und Gestaltung. Sie sammeln nicht nach Marktwert oder Vollständigkeit, sondern nach persönlichen Vorlieben. Jedes Werk erzählt seine eigene Geschichte und erinnert an Begegnungen, Entdeckungen oder besondere Lebensmomente. So spiegelt eine Sammlung im Laufe der Jahre die eigenen Interessen und Erfahrungen ihrer Sammler wider.

Die individuellen Vorlieben prägen auch diese Ausstellung. Während die eine Sammlung ihren Schwerpunkt auf den norddeutschen Impressionismus und die Kunst um 1900 legt, richtet die andere den Blick auf die internationale Moderne mit einem besonderen Interesse an Pop Art und Op Art der 1960er und 1970er Jahre.

Im Dialog entstehen Verbindungen zwischen regionaler Landschaftsmalerei und Bildwelten der Nachkriegsmoderne. Werke aus unterschiedlichen Zeiten und künstlerischen Zusammenhängen treten miteinander in Beziehung und eröffnen Perspektiven auf die jeweiligen Sammlungen.

Sammeln gehört zu den ältesten kulturellen Tätigkeiten der Menschheit. Es bewahrt Erinnerungen, schafft Orientierung und motiviert zugleich, weitere Objekte zur Sammlung hinzuzufügen. Diese Ausstellung lädt dazu ein, zwei ganz eigene Sammlerpersönlichkeiten kennenzulernen.

Die Ausstellung Norddeutscher Impressionismus meets Pop Art wird am 12. September um 17 Uhr im Künstlermuseum Heikendorf eröffnet. Sie wird bis zum 22. November zu sehen sein.

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