Naturerlebnis ohne Stecker: Das Pfingstzeltlager von „Plön bewegt“

06.06.2026, 09:08 Uhr
der reporter Plön/Preetz

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Pfingstzeltlager von „Plön bewegt“

Pfingstzeltlager von „Plön bewegt“ © HFR

Zehn weiße Zelte an der Spitze der Prinzeninsel und rund 80 strahlende Gesichter: Es ist wieder Pfingsten, und das bedeutet für den Sportverein „Plön bewegt“ Ausnahmezustand im besten Sinne. Das traditionelle Pfingstlager, das der Verein jedes Jahr auf die Beine stellt, war das absolute Highlight für Groß und Klein.

Das Programm ließ keine Wünsche offen: Neben wilden Tänzen, Bastelaktionen, Schnitzereien, Strandball und dem kreativen Batiken stand vor allem das Element Wasser im Mittelpunkt. Mit zwei selbstgebauten Drachenboot-Flößen wurde kurzerhand die Prinzeninsel umrundet, während am Abend am Lagerfeuer selbstgemachtes Popcorn und knusprige Brennnesselchips über den Flammen brutzelten.

Seit einigen Jahren setzt das Camp auf kulinarische Eigenregie – mit Erfolg. Jugendwartin Johanna Hintz ist von dem Konzept begeistert: „Dadurch, dass wir die Verpflegung selbst in die Hand nehmen, können wir problemlos auf hochwertige Bio- Lebensmittel setzen. Wer den ganzen Tag an der frischen Luft tobt, braucht schließlich auch die beste Energie!“

Das Besondere am Plöner Zeltlager ist, dass die Vereinsfamilie hier über Generationen hinweg zusammenwächst. Auch viele ältere Sportler zieht es Jahr für Jahr zurück auf die Insel, um alte Traditionen an die Jüngeren weiterzugeben. „Das hier sind schlichtweg die schönsten vier Tage des ganzen Jahres“, schwärmte ein über 50-jähriger Teilnehmer. Während das Helferteam im Hintergrund für den reibungslosen Ablauf sorgte, jagten die Kinder von einem Highlight zum nächsten. Neben dem riesigen Trampolin und dem gemeinsamen Lagertanz waren es vor allem die Großgruppen-Spiele, die für Begeisterung sorgten. Bei der „Aqua-Olympiade“ blieb kein Auge und kein T-Shirt trocken. Für eine Premiere sorgte zudem der traditionelle Wettkampf „Siegfried und Brunhilde“: Modernisiert zu „Sigbrun und Friedhilde“ verwandelte er die Zeltwiese in eine kleine Arena, die mit Live- Moderation und Musik zahlreiche Spaziergänger der Umgebung anlockte.

In Zeiten von Smartphones und Dauer-Bildschirmzeit setzt das Lager bewusst ein wichtiges Zeichen für den Wert der Natur. Das Konzept geht auf: Die ausgelassene Stimmung, das gemeinsame Lachen und die pure Bewegungsfreude zeigten eindrucksvoll, wie leicht Kinder für die Natur zu begeistern sind, wenn das Umfeld stimmt.

Diese besondere Atmosphäre spürte auch der Vereinsvorstand um Nis Rudolph, der am sonnigen Sonntag mit einer Ladung Eis im Gepäck vorbeischaute und sich sichtlich bewegt zeigte: „Es ist ein echtes Geschenk zu sehen, wie glücklich und zufrieden die Kinder hier sind. Ein riesiges Dankeschön gilt unserem fantastischen Betreuerteam, das völlig selbstverständlich seine Freizeit opfert, um den Kids dieses Naturerlebnis zu ermöglichen.“

Als am Montag schließlich alle Zelte abgebaut und die Taschen gepackt waren, herrschte auf der Prinzeninsel bereits kollektive Vorfreude. Für die Kinder stand beim Abschied fest: „Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder am Start!“

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