Historische Fahrradtouren
Museum für Regionalgeschichte Scharbeutz und die Gedenkstätte Ahrensbök auf den Spuren des Todesmarsches 1945
16.07.2026, 17:58 Uhr
der reporter Eutin/Malente
Zu zwei Fahrradtouren auf der Route des Todesmarsches von KZ-Häftlingen vor 81 Jahren laden das Museum für Regionalgeschichte Scharbeutz und die Gedenkstätte Ahrensbök im Juli ein. Sie werden von Sven-Michael Veit, Mitarbeiter in beiden Institutionen, geleitet. Veit übernimmt auch die Erläuterungen auf den Touren. Am Sonntag, 19. Juli, um 10.30 Uhr beginnt an der Gedenkstätte Ahrensbök eine gut 20 Kilometer lange Fahrt zu den Todesscheunen Siblin und Sarau sowie zum Gutshof des Kommandanten des Marsches, SS-Oberscharführer Max Schmidt, in Neuglasau und zum Friedhof Ahrensbök. Endpunkt ist wieder die Gedenkstätte.
Am Mittwoch, 22. Juli, um 10 Uhr startet in Haffkrug eine ebenfalls rund 20 Kilometer lange Tour zum Ehrenfriedhof Cap Arcona, zur Todesscheune in Süsel, zur Erinnerungsstele in Sierksdorf und zur neuen Gedenktafel an der Seebrücke Haffkrug.
Hunderte Häftlinge starben auf diesem Marsch, dessen Ziel die KZ-Schiffe „Cap Arcona“ und „Thielbek“ in der Lübecker Bucht waren. Die Überlebenden gerieten auf den Schiffen in das britische Bombardement am 3. Mai 1945, das mehr als 7.000 Menschenleben kostete. Nur wenige hundert Menschen überlebten.
Beide Touren führen teilweise über Feld- und Waldwege. Die Teilnahme kostenlos, Spenden erwünscht. Wer teilnimmt, muss ein eigenes Fahrrad mitbringen. Um Anmeldung per E-Mail an sven.veit@gedenkstaetteahrensboek.de wird gebeten. Bei schlechtem Wetter erfolgt eine Absage am Tourtag bis 8 Uhr per E-Mail.