Mitten im Gleisbett: Bussard sorgt für besonderen Einsatz in Kiel
18.06.2026, 16:26 Uhr
Ein ungewöhnlicher Einsatz beschäftigte die Bundespolizei am Dienstag am Kieler Hauptbahnhof: Zwei Beamtinnen entdeckten einen verletzten Bussard im Gleisbereich. Der Greifvogel konnte rechtzeitig gerettet und anschließend in die Obhut einer Wildtierauffangstation übergeben werden.
Reisende am Kieler Hauptbahnhof bekamen von dem ungewöhnlichen Einsatz am Dienstagnachmittag vermutlich wenig mit. Für einen verletzten Bussard kam die Hilfe jedoch genau zur richtigen Zeit.
Gegen 15.30 Uhr waren zwei Bundespolizistinnen auf Streife im Hauptbahnhof unterwegs, als ihnen auf Gleis 6a kurz vor dem Prellbock ein Greifvogel auffiel. Schnell wurde klar: Der Bussard war offenbar verletzt und konnte nicht mehr aus eigener Kraft davonfliegen.
Wie der Vogel in die missliche Lage geraten war, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Nach Einschätzung der Bundespolizei könnte er auf der Suche nach Nahrung mit einem einfahrenden Zug kollidiert oder gegen den Prellbock geflogen sein.
Die Beamtinnen sicherten zunächst den Bereich und brachten den Greifvogel anschließend aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit. Äußerlich waren zunächst keine Verletzungen erkennbar. Bevor der ungewöhnliche Einsatz dokumentiert wurde, hielten die Polizistinnen den Bussard behutsam fest.
Rund eine Stunde später, gegen 16.30 Uhr, wurde das Tier an eine Wildtierauffangstation übergeben. Dort deutete eine erste Untersuchung darauf hin, dass der Bussard möglicherweise einen Flügelbruch erlitten hat.
Dank des aufmerksamen Handelns der Bundespolizistinnen konnte der Greifvogel jedoch rechtzeitig gerettet werden. Nun kümmern sich Experten um seine weitere Versorgung – mit der Hoffnung, dass der Himmelsstürmer eines Tages wieder über Kiels Himmel kreisen kann.