Laboe: Olympia-Kiosk startet in die nächste Runde

11.09.2026, 09:28 Uhr
Von:
PROBSTEER

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Das ist ein Teil der Gäste, die bei der Einweihung des Olympia-Kiosks Strandstraße 31 anwesend waren (v.l.): „Feuer und Flamme für Kiel“-Geschäftsführer Thore Hansen, Gemeindevertreter Günter Petrowski, Rolf Strohmeyer, Jens Jacobsen, Pächterin Feri Otto, Ministerin Magdalena Finke, Architekt Harald Krüger, Bürgermeister Heiko Voß, Gemeindevertreter Karl-Heinz Fleischfresser.

Das ist ein Teil der Gäste, die bei der Einweihung des Olympia-Kiosks Strandstraße 31 anwesend waren (v.l.): „Feuer und Flamme für Kiel“-Geschäftsführer Thore Hansen, Gemeindevertreter Günter Petrowski, Rolf Strohmeyer, Jens Jacobsen, Pächterin Feri Otto, Ministerin Magdalena Finke, Architekt Harald Krüger, Bürgermeister Heiko Voß, Gemeindevertreter Karl-Heinz Fleischfresser. © Markus Münch

Laboe hat den Olympia-Kiosk an der Strandstraße 31 für rund 480.000 Euro saniert und erweitert. Der gastronomische Betrieb läuft bereits seit dem Sommer. Am Mittwoch voriger Woche folgte die offizielle Einweihung mit rund 20 geladenen Gästen, unter ihnen Magdalena Finke, Schleswig-Holsteins Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport. Anwesend war auch Thore Hansen, Geschäftsführer von Feuer und Flamme für Kiel, die die Bewerbung der Landeshauptstadt um die olympischen und paralympischen Segelwettbewerbe unterstützt.

Neben seiner Funktion als kleiner Impulsgeber für Olympia prägt den Kiosk eine weitere Besonderheit: sein Schutz gegen Hochwasser. „Die Konstruktion ist in aller Konsequenz so ausgelegt, dass nach einer Flut nur noch einmal ausgekehrt werden müsste“, erläutert Architekt Harald Krüger. „An einige Dinge musste ich mich erstmal gewöhnen“, sagt Pächterin Feri Otto, die bereits den alten Kiosk seit 2021 bewirtschaftet. Dennoch sei sie sehr zufrieden mit dem neuen Kiosk, obwohl noch einige Restarbeiten zu erledigen sind. Auch die Toiletten sind zurzeit provisorisch in einem Container auf der gegenüberliegenden Seite des Gehwegs untergebracht. Eine neue Anlage, wenige Schritte weiter, soll bis Jahresende fertig werden.

Der Kiosk stammt aus dem Olympiajahr 1972. Ein baugleiches Gebäude steht an der Promenade auf Höhe Katzbek, und eines in Schilksee. Bei der Gestaltung griff Krüger Farben, Formen und Zeichen der damaligen Spiele auf. Der Dachüberstand wurde gegenüber dem Original erweitert. Oberhalb des Tresens prangt das Logo der Olympischen Spiele 1972, kaum größer als ein Schulheft. Doch die erforderlichen Rechte für das Logo zu bekommen, sei nicht einfach gewesen, betont der Architekt. Eine kleine Infotafel erzählt die Geschichte des Kiosks. Mit dessen Zukunft beschäftigt sich Krüger schon seit 2022. Zeitweise stand auch ein Abriss zur Debatte. Grünes Licht für Erhalt, Sanierung und Erweiterung gab es erst im vorigen Jahr. Günter Petrowski, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung, ist froh, dass sich Abrissüberlegungen nicht durchgesetzt haben. „Ich bin hier geboren und aufgewachsen. Der Kiosk gehört hier einfach hin.“

Nach Krügers Angaben präsentiert sich der Bau nach nur 18 Wochen Nettobauzeit nun bestens gedämmt, erweitert und auf Hochwasser vorbereitet. Bürgermeister Heiko Voß zufolge hat die Gemeinde hierfür 480.000 Euro investiert. Dabei hat er das gesamte Ostseebad im Blick: „Die Investition hilft, dass man nicht länger den Eindruck hat, man sei vom Hafen abgehängt“, hob er hervor. Diesen Impuls verstärken dürfte, dass der ehemals baugleiche Kiosk an der Strandstraße 29 (Einmündung Katzbek) nächstes Jahr ebenfalls saniert werden soll. Auch bei diesem Vorhaben will die Gemeinde den „besonderen Charakter“ bewahren und als „sichtbare Verbindung“ zwischen Laboer Geschichte, Segelsport und olympischer Idee erhalten.

Doch zurück zur Einweihung, bei der die aktuelle Olympiabewerbung im Mittelpunkt stand. Sichtlich erfreut dankte Voß, dass Finke und Hansen nach Laboe gekommen waren. Die Ministerin spannte den Bogen von 1972 zu den aktuellen Plänen. „Oft sind es die kleinen Orte und die kleinen Geschichten, die Olympia ausmachen“, meinte sie. Zugleich kündigte sie weiteren Einsatz für die Bewerbung an: „Wir werden dafür kämpfen, dass wir den Zuschlag bekommen.“ Einen kleinen Ausflug in die politische Gegenwart mochte sich Finke allerdings nicht verkneifen. „Respekt und Freundschaft sind olympische Kerngedanken, die sollten wir in diesen Zeiten in den Vordergrund stellen.“ Vom Kiosk und dessen Umgebung zeigte sie sich angetan: „Ich finde das so schön hier, dass ich auf jeden Fall nochmal privat kommen möchte“, beteuerte die Ministerin.

Für einen Besuch vor der Winterpause bleibt allerdings nicht mehr viel Zeit. Pächterin Feri Otto will den Kiosk Ende Oktober schließen. Im Dezember soll er bei gutem Wetter an den Wochenenden wieder öffnen. Die neue Saison beginnt im April.

Magdalena Finke und Heiko Voß hören gespannt zu, während Thore Hansen über die Olympia-Bewerbung berichtet.

Magdalena Finke und Heiko Voß hören gespannt zu, während Thore Hansen über die Olympia-Bewerbung berichtet. © Markus Münch

Eine kleine Infotafel erzählt die Geschichte des Kiosks und erinnert an die Olympiade 1972.

Eine kleine Infotafel erzählt die Geschichte des Kiosks und erinnert an die Olympiade 1972. © Markus Münch

Dieser ehemals baugleiche Kiosk Strandstraße 29 stammt ebenfalls aus dem Jahr 1972 und soll nächstes Jahr saniert werden.

Dieser ehemals baugleiche Kiosk Strandstraße 29 stammt ebenfalls aus dem Jahr 1972 und soll nächstes Jahr saniert werden. © Markus Münch

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