Neue iPads für die Neuntklässler zum Start ins neue Semester
Kreis Plön investiert in seine Schulen
13.08.2026, 11:38 Uhr
Von:
Lotta Schneider
Zum neuen Schuljahr erhalten alle 9. Klassen an den fünf Schulen in Trägerschaft des Kreises Plön ein persönlich zur schulischen Nutzung zur Verfügung gestelltes iPad.
619 Geräte wurden dafür beschafft. Die Kosten trägt der Kreis. Vollständig. Der Kreis Plön ist Schulträger der Gymnasien in Plön, Preetz, Heikendorf und Lütjenburg sowie der Gemeinschaftsschule im Schulzentrum Lütjenburg.
Der Start in ein neues Schuljahr ist für Familien regelmäßig mit zusätzlichen Ausgaben verbunden. Neben zahlreichen Arbeitsmaterialien können insbesondere digitale Endgeräte zu einem erheblichen Kostenfaktor werden. Elternvertretungen in Schleswig-Holstein haben aktuell auch mit Blick darauf eine umfassendere Lernmittelfreiheit gefordert.
Der Kreis Plön geht an seinen Schulen bewusst den Weg, die benötigten iPads zu finanzieren. Für die zur Verfügung gestellten Geräte einschließlich Pencil und Schutzhülle müssen die Eltern keine Kostenbeteiligung leisten. Auch Administration und technischer Support werden vom Kreis Plön übernommen. Damit sorgt er als Schulträger dafür, dass die für den Unterricht benötigte digitale Ausstattung allen Schülern zur Verfügung steht – unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten ihrer Familien.
Die Geräte werden den Schülern in den vier Gymnasien des Kreises bis zum Abitur beziehungsweise bis zum mittleren Schulabschluss zur schulischen Nutzung überlassen. Mit jedem Schuljahr wird künftig der jeweils nächste 9. Jahrgang entsprechend ausgestattet.
Die politische Grundlage für die Umsetzung des Ausstattungskonzeptes hat der Kreistag des Kreises Plön geschaffen und dem Konzept mit großer Mehrheit zugestimmt. Damit wurde der Weg für die schrittweise Ausstattung der Schüler sowie für die weitere Entwicklung der digitalen Infrastruktur an den Schulen in Trägerschaft des Kreises geebnet.
„Wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern an den Schulen des Kreises gute Voraussetzungen für ihren weiteren Weg mitgeben – unabhängig davon, welche finanziellen Möglichkeiten eine Familie hat“, hebt Kreispräsidentin Hildegard Mersmann hervor. „Wenn digitale Geräte für den Unterricht benötigt werden, sollen alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen darauf zugreifen können. Mit dem Angebot allen Schülerinnen und Schülern iPads zur Verfügung zu stellen, investieren wir nicht nur in unser höchstes Gut Bildung, sondern wir entlasten die Familien spürbar durch reduzierte Lernkosten und einen besseren Zugang zu digitalen Lerninhalten.“
Der Kreis hat 619 neue iPads aus eigenen Mitteln bereits beschafft. Die Auftragssumme beträgt rund 229.775 Euro. Die fünf kreiseigenen Schulen können zum Schulbeginn 2026/27 mit insgesamt 1.238 neuen iPads arbeiten.
Doch die digitale Ausstattung beginnt nicht erst in der 9. Klasse. Für die Jahrgänge 5 bis 8 stehen zusätzlich mobile Koffersätze mit jeweils 32 iPads pro drei Klassen zur Verfügung.
Auch in den Unterrichtsräumen hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan: Ab der 7. Jahrgangsstufe sind die Klassenräume mit interaktiven Displays ausgestattet. Hinzu kommt jeweils ein Display in den naturwissenschaftlichen Fachräumen. Insgesamt sind an den fünf Schulen inzwischen 125 interaktive 86-Zoll-Displays im Einsatz.
Hinter den neuen Geräten steckt mehr als eine große Bestellung. Kreispolitik, Schulen und Verwaltung haben sich darauf verständigt, wie eine verlässliche, nachhaltige und möglichst einheitliche digitale Ausstattung der Schulen in Trägerschaft des Kreises aussehen soll und im Rahmen der Medienentwickelungsplanung (MEP) ein gemeinsames IT-Rahmenkonzept beschlossen. Dafür mussten zunächst die technischen und baulichen Voraussetzungen geschaffen werden.
Neben dem eigentlichen Ausstattungskonzept entstanden unter anderem ein technisches Betriebskonzept, ein Hardware-Katalog sowie Konzepte für Instandhaltung und Support.
Auch die Verwaltung der Geräte übernimmt der Kreis Plön selbst: Über ein eigens für die Schulen eingeführtes Mobile-Device-Management werden die iPads zentral administriert und für ihren Einsatz im Unterricht eingerichtet.
Beim technischen Support setzt der Kreis ebenfalls auf das Prinzip „alles aus einer Hand“: Jedem Schulstandort steht ein Systeminformatiker zur Seite, der die IT-Infrastruktur betreut.
„Dass wir heute an diesem Punkt stehen, ist das Ergebnis eines sehr guten Zusammenspiels“, sagt Christian Lüken, Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport. „Die Schulen und der Kreis als Schulträger haben viel Fachwissen und unterschiedliche Perspektiven in die Entwicklung des Konzeptes eingebracht.“ Gleichzeitig habe der Kreistag mit seiner breiten Zustimmung die politische Grundlage für die Umsetzung geschaffen.
Von 1.238 iPads erhielt die Heinrich-Heine-Schule in Heikendorf 350 Geräte, das Friedrich-Schiller-Gymnasium Preetz 319 Geräte, das Gymnasium Schloss Plön 264 iPads, das Gymnasium im Schulzentrum Lütjenburg erhielt 162 Stück und die dortige Gemeinschaftsschule 143 der Geräte.
Bei den mobilen Koffergeräten handelt es sich um iPads der Generationen 9 und 10 mit 64 GB Speicher. Die Schulen erhalten Geräte der Generation 11 mit 128 GB Speicher.
Mit diesem Ausstattungskonzept schafft der Kreis Plön die Grundlage für die Weiterentwicklung der digitalen Lernumgebung in den kommenden Jahren.