Kieler Ateliertage: Politische Lage wird zur „Absturzmalerei“
22.09.2026, 08:44 Uhr
Von:
Markus Münch
PROBSTEER
Die politische Lage in Deutschland verändert sich, Künstler Alexander Torday hält sie auf Jute fest. Bei den Kieler Ateliertagen zeigt der Maler und Zeichner am Sonnabend, 26. September, und Sonntag, 27. September, jüngste Arbeiten seiner politischen Malerei.
Im Mittelpunkt steht das Triptychon „Bundeskanzler Friedrich Merz, von der Illusion zur Realität 2026“. Das Werk sei erst nach Redaktionsschluss des Programmheftes für die Ateliertage entstanden und soll nun erstmals während der Veranstaltung präsentiert worden. Wie für seine politische Malerei charakteristisch, hat Alexander Torday das Werk auf grober Jute ausgeführt. Arbeiten auf diesem Untergrund bezeichnet er als „Kaffeesackmalerei“.
Die jüngsten Landtagswahlen liefern dem Künstler genügend Stoff für eine Fortsetzung. Nach den Ergebnissen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin arbeitet Alexander Torday eigenen Angaben zufolge an einem vierten Teil. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wurde die AfD stärkste Kraft, in Berlin die Linke. Die CDU erlitt deutliche Verluste und verpasste in Mecklenburg-Vorpommern sogar erstmals den Einzug in ein Landesparlament.
Neben dem Triptychon zeigt Alexander Torday Zeichnungen und sogenannte Medienbögen auf Büttenpapier. Sein Atelier Torday befindet sich in der Wilhelmshavener Straße 6 in Kiel. Die Ausstellung wird im Atelierhof aufgebaut und ist deshalb nur bei trockenem Wetter geöffnet.
Die Kieler Ateliertage umfassen insgesamt 91 Stationen in und um Kiel. Die beteiligten Ateliers, Galerien und Werkstätten öffnen an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Auf dem Kieler Ostufer beteiligen sich die Galerie K34 und die Ateliers am Werftpark in Gaarden sowie Künstler am Seefischmarkt und in der Schönberger Straße an den Ateliertagen.
Weitere Informationen unter https://kieler-ateliertage.de