Zum Auftakt der 2. Fußballbundesliga geht es am 8. August nach Darmstadt
Holstein startet daheim gegen den FC St. Pauli
16.07.2026, 18:11 Uhr
Von:
Volker Graap
der reporter Plön/Preetz,
PROBSTEER
Der Auftakt zur 2. Fußballbundesliga für die Spielzeit 2026/27 hat es für die Störche der KSV Holstein in sich. Zum Ligabeginn geht es am 8. August um 13 Uhr zu Darmstadt 98.
Die Lilien sind in den vergangenen Jahren immer knapp am Aufstieg ins Oberhaus vorbeigeschrammt, befanden sich auch die Jahre zuvor meist in der Spitzengruppe. Doch damit nicht genug. Der Planer wollte es, dass sich gleich am zweiten Spieltag die Intimfeinde Holstein und St. Pauli treffen. Am 14. August um 18.30 Uhr geht dieses Duell am Mühlenweg in Kiel über die Bühne.
Mit den Gästen kommt Ex-Trainer Marcel Rapp, der in Kiel eine mehr als erfolgreiche Zeit genoss und immer als Bundesliga-Aufstiegstrainer in den Kieler Geschichtsbüchern zu finden sein wird. Nun steht der ehemalige Hoffenheimer auf der anderen Seite und möchte natürlich den Dreier aus Kiel mitnehmen. Die Kiez-Kicker sind nach dem Abstieg nur schwer einzuschätzen, verloren einige wichtige Akteure. Man darf gespannt sein, inwieweit Rapp seine neue Mannschaft auf die KSV einstellen kann.
Nach diesen beiden Duellen geht es zum 1. FC Magdeburg, danach erwartet Holstein den 1. FC Nürnberg. Es geht Schlag auf Schlag, denn auch der Pokal wird am 22. August noch ausgespielt. Hier muss Trainer Tim Walter mit seinen Jungs in der ersten Runde ab 18 Uhr zum TSV 1860 München. Die Gastgeber sind nach dem abgelehnten Einspruch gegen den Zwangsabstieg nun endgültig in der 4. Liga angekommen. Da wäre ein Sieg gegen einen Zweitligisten sicherlich ein wichtiger Baustein in Sachen Neuanfang. Die Elf aus Kiel ist gewarnt.
Mit in München und natürlich auch ab dem ersten Spieltag der 2. Bundesliga sind ab sofort Sebastian Schonlau und Faride Alidou. Der KSV gelang ein toller Doppelschlag auf dem Transfermarkt. Schonlau, der einst beim HSV Kapitän unter Walter war, kommt aus Kanada von den Vancouver Whitecaps und Alidou vom 1. FC Kaiserslautern. Im Vorjahr wurde er von dort an Eintracht Braunschweig ausgeliehen. Zwei Zugänge sicherlich nicht ohne Risiko, denn im Fall von Abwehrmann Schonlau ist doch eine lange Verletzung in seiner Vita zu finden. In Vancouver, wo er eigentlich mit Weltmeister Thomas Müller spielen wollte, kam er deswegen nur auf einen Einsatz. Leider zog er sich in der Vorbereitung eine erneute Verletzung zu, die ihn hoffentlich nicht lange ausfallen lässt. Auch Alidou, der immerhin fünf Einsätze in der Champions-League für Eintracht Frankfurt vorweisen kann, blickt auf eine nicht zufriedenstellende Serie zurück. Finden beide zu alter Form, sind diese beiden Neuverpflichtungen aber in die Kategorie „mega“ zu setzen. Ganz abgeschlossen sind die Zugänge der Sportvereinigung aber wohl noch nicht. In Sachen Stürmer sollte noch nachgelegt werden, da der Schwede Alexander Bernhardsson vor dem Absprung nach Kopenhagen steht.
Flens Oberliga: Der FC Kilia verliert Milo Sankowski an den TSV Kronshagen. Zuvor war bereits Laurynas Kulikas von der U23 der KSV Holstein zum Landesligisten gewechselt. Landesliga Schleswig: Oberligaabsteiger Inter Türkspor hat sich weiter verstärkt. Die Kieler holten für den Kader Christopher Kramer ans Ostufer. Der 36-jährige Stürmer kommt vom VfR Neumünster und kickte bereits für die KSV Holstein, den VfB Lübeck, den Wuppertaler SV oder Weiche Flensburg. Erfahrung pur also für Inter. Auch Mewan Ali ist neu im Verein, bzw. wieder zurück. Nachdem es Ali zu Eidertal/Molfsee verschlug legte er eine Pause ein. Nun will der Offensivmann bei seinem Jugendclub wieder angreifen. Beim Absteiger tut sich also einiges. Das der Verein wieder hoch möchte, zeigt sich vor allem an den vielen Neuverpflichtungen. Schon bei Jeppe Waschko vom FC Kilia oder Julius Alt, der ebenfalls vom Hasseldieksdammer Weg kommt, konnte man hellhörig werden. Die Liste der Zugänge geht langsam in den zweistelligen Bereich. Inter Türkspor steht vor einem großen Umbruch an dessen Ende die Rückkehr in die Flens Oberliga stehen soll. Die dort kickende 2. Mannschaft der KSV Holstein hat bis auf Rene Guder von Weiche Flensburg bisher nur Akteure aus der eigenen U19 hochgezogen. Hier wird aber der eine oder andere Profi aus dem Zweitligakader Spielpraxis bekommen. Zum Auftakt am 1. August um 14 Uhr geht es für den Vizemeister des Vorjahres gleich zum SV Eichede (Platz 4). Zeitgleich reist der FC Kilia zur Kaltenkirchener TS. Schon drei Tage später erwarten die Jungstörche den Heider SV, während Kilia – erneut auswärts – beim VfR Neumünster zu Gast ist. Zum Kieler Derby zwischen Holstein Kiel und dem FC Kilia kommt es erst am 1. November, dem 15. Spieltag.
Autor: Dietmar Freitag