Historische Radwanderung nach Stein

01.06.2026, 09:52 Uhr
PROBSTEER

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Malerische Kulisse: Hof Sintjen in Barsbek.

Malerische Kulisse: Hof Sintjen in Barsbek. © Malchau/hfr

Die nächste historische Radwanderung des Probstei Museums führt in den Norden der Probstei. Die rund 25 Kilometer lange Tour findet am Dienstag, 9. Juni, statt und beginnt um 14 Uhr beim Museum. Die Teilnahme kostet vier Euro. Eine Spende zugunsten des Probstei Museums wird gerne entgegengenommen.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bittet das Museum um Anmeldung unter 04344-3174 oder info@probstei-museum.de. Wer mitfährt, sollte Getränke, einen kleinen Imbiss und wetterfeste Kleidung mitbringen. Erster Stopp wird bei der Schönberger Kirche eingelegt. Die Kirche, der Marktplatz mit den ihn umgebenden Gebäuden und dem Springbrunnen können den Betrachter in ihren Bann ziehen. Die Kirche aus dem Jahre 1782, erbaut nach dem Großbrand durch den „Landbaumeister in Kielischen Landen" Johann Adam Richter, beeindruckt mit einem hellen, sonnendurchfluteten, saalartigen Innenraum. Der weitere Weg führt durch im Wind wogende Kornfelder über Brookwisch und Krokau zum Sommerhof. Hier, im zentralen Punkt der Probstei, begann im Jahre 1613 der Aufstand gegen den damaligen Klosterpropst Otto von Qualen. Ein Urstromtal wird bergab und bergauf überwunden, bevor die Teilnehmer den schönen Barsbeker Dorfanger mit den alten Höfen, der von Hermann Göttsch gebauten Schule und den hohen Linden bewundern können. Auf dem Hof von Peter Sinjen steht ein Bohlenspeicher, der nachweislich Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet wurde. Durch die Feldmark führt der Weg über Wendtorf nach Stein. In beiden Dörfern ist die ursprüngliche Anlage als Rundling gut zu erkennen. Vom neuen Deich bei Bottsand hat man nach Westen einen hervorragenden Blick über die Kieler Förde. Landeinwärts ist hier die einzige Stelle, an der der Barsbeker See in ganzer Größe zu sehen ist. Weiterhin sieht man hier die unterschiedlichen Beispiele des Deichbaus der vergangenen 200 Jahre. Durch die Salzwiesen, am Hof Fernwisch vorbei, geht die Fahrt nach Wisch. Auf dem Hof Lamp steht noch eines der wenigen reetgedeckten Bauernhäuser mit einem Rundwalm über der Dielentür sowie ein restaurierter Bohlenspeicher. Nach weiteren vier Kilometern ist der Ausgangspunkt, das Probstei Museum, gegen 18 Uhr wieder erreicht.

Die Probstei kann auch hügelig: Dank Moränenlandschaft geht es auf einem kurzen Teilstück bergauf und bergab.

Die Probstei kann auch hügelig: Dank Moränenlandschaft geht es auf einem kurzen Teilstück bergauf und bergab. © Malchau/hfr

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