Heiligenhafen arbeitet weiter an barrierefreier Infrastruktur
24.07.2026, 08:48 Uhr
Von:
Patrick Rahlf
Heiligenhafener Post
Die Stadt Heiligenhafen arbeitet an einer touristischen Infrastruktur ohne Barrieren. Der Behindertenbeauftragte Michael Rosch hatte die Warderstadt 2024 bei mehreren Spaziergängen, zu denen er die Öffentlichkeit eingeladen hatte, genau unter die Lupe genommen und eine Liste mit Vorschlägen erstellt, um Heiligenhafen erlebbar für alle Menschen zu machen.
„Wir versuchen, diese Anregungen nach und nach abzuarbeiten“, berichtete Heilgenhafens Tourismusleiter Eike Doyen.
Neu geschaffen wurden barrierefreie Zugänge in die Ostsee im Bereich der Seebrücke und vor der DLRG-Hauptwache. Dort können Menschen mit Einschränkungen Strandrollstühle ausleihen, mit denen ab sofort problemlos Richtung Meer geschoben werden kann. „Mit der Unteren Naturschutzbehörde gab es gute Gespräche zu diesem Thema, deshalb konnten wir die Maßnahme jetzt umsetzen“, erklärte Doyen. Bauhofleiter Florian Kinnert verwies derweil darauf, dass es sich um recyceltes Material handele, das jederzeit eingerollt werden könne.
Ebenfalls wurden weitere Wege zwischen den Dünen befestigt, damit diese von Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwagen besser befahren werden können. Auch bei den Toiletten hat sich etwas getan. „Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Toilettenversorgung am Strand gut ist. Auch Behinderten-WCs sind vorhanden“, erklärte Michael Rosch, dem lediglich der Weg zur Toilettenanlage auf der Drachenwiese missfiel. Hier haben die HVB und der Bauhof eine Lösung „auf kurzem Dienstweg“ erreicht, wie es Florian Kinnert beschrieb. Der Weg wurde von Bauhof-Mitarbeitern neu gestaltet, verbreitert und die Neigung gleichmäßig an den Verlauf angeglichen. „Ich bin begeistert“, zeigte sich Rosch von der Zusammenarbeit zwischen HVB und Bauhof angetan.