Hamburger Derby-Sieger treffen auf Fehmarns Reit-Elite
25.06.2026, 09:00 Uhr
Von:
Andreas Höppner
Fehmarnsches Tageblatt
Nach der geglückten Premiere im vergangenen Jahr richtet der Fehmarnsche Ringreiterverein (FRRV) von Donnerstag bis Sonntag (25. bis 28. Juni) zum zweiten Mal auf seiner neuen Reitsportanlage am Niendorfer Weg das traditionsreiche Fehmarn-Pferde-Festival aus.
An diesem Wochenende steht das Springen im Fokus, eine Woche später kommen vom 3. bis 5. Juli die Dressurreiterinnen und -reiter zu ihrem Recht.
Das Publikum darf sich an diesem ersten Turnierwochenende auf ein besonders hochkarätiges Starterfeld freuen. Mit dem dreifachen Derbysieger Nisse Lüneburg, der Derbysiegerin Cassandra Orschel und dem diesjährigen Derby-Zweiten Simon Heineke kommen mehrere Erfolgsreiter- und -reiterinnen des Hamburger Traditionsevents nach Fehmarn.
Derby-Spezialist Nisse Lüneburg dabei
Der Name Nisse Lüneburg ist eng mit dem Deutschen Springderby verbunden. So stammt Lüneburg mit seinen Hetlinger Familienwurzeln aus direkter Nähe des Turniergeländes im Jenisch Park. Der 37-Jährige hat sich mit seinen Dreifach-Triumphen von 2012 und 2014 mit „Calle Cool“ sowie 2019 mit „Cordillo“ längst einen festen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert. Seine ruhige, präzise Reitweise und sein besonderes Gespür im Ausbilden von Pferden für den großen Sport machen den Rider of the Year 2020 seit Jahren zu einem beständigen Reiter für anspruchsvolle Kurse. Darüber hinaus ist die gesamte Familie seit vielen Jahren eng mit Fehmarn und insbesondere der Familie Köhlbrandt verbunden. Bruder Rasmus nimmt ebenfalls am diesjährigen sportlichen Geschehen teil und ist auch Züchter von Erfolgspferd „Mastermind RL“, der von Sven Gero Hünicke in den internationalen Sport gebracht wurde, mit Torben Köhlbrandt Grand-Prix-Erfolge in Doha verbuchte und mittlerweile im Stall Beerbaum von Olympionike und Aachen-Sieger Philipp Weishaupt auf großer Bühne springt.
Für einen charmanten Höhepunkt in der Derby-Geschichte sorgte Cassandra Orschel. Gemeinsam mit ihrer Stute „Daccara E“ gelang der gebürtigen Hamburgerin 2022 der viel umjubelte Sieg beim gemeinsamen Debüt in Klein-Flottbek. Mit Mut, Übersicht und einer beeindruckenden Harmonie zwischen Reiterin und Pferd meisterte das Paar den schwersten Parcours der Welt und schrieb damit ein weiteres Kapitel Geschichte. Gerade die elegante und zugleich entschlossene Art des Reitens macht die für Polen startende Championatsreiterin zu einem Publikumsliebling. Seit Anfang Mai ist die 33-Jährige übrigens bei Lübeck auf dem Gestüt Kriseby beheimatet.
Simon Heineke will Titel verteidigen
Ebenfalls mit großen Ambitionen reist Simon Heineke an. Der Bereiter vom Moorhof präsentierte sich zuletzt in herausragender Form und belegte beim diesjährigen Deutschen Springderby mit dem 18-jährigen „Cordillo“, dem ehemaligen Siegerpferd von Nisse Lüneburg, einen hervorragenden zweiten Platz. Bereits im vergangenen Jahr konnte der Wedeler auf Fehmarn bei der Premiere im Reitsportzentrum sowohl das S**-Springen der fehmarnschen Reiterfamilien am Sonnabend sowie den Großen Preis am Sonntag für sich entscheiden. „Fehmarn ist wie Urlaub mit Turnier und hat ganz viel Charme“, schwärmt der 34-Jährige. Mit seiner konsequenten Entwicklung gehört der Profi inzwischen zu den festen Größen im norddeutschen Springsport und will auf Fehmarn als einer der Topfavoriten wieder auf Siegeskurs reiten.
Das Fehmarn-Pferde-Festival beweist damit einmal mehr seine Attraktivität für die Athleten der Spitzenklasse und verspricht spannenden Springsport. Mit über zehn Nationen, mehr als 300 Teilnehmern mit 1500 Startplätzen bietet sich die Gelegenheit, einige der aktuell erfolgreichsten Reiterinnen und Reiter im Parcours hautnah zu erleben.
Auch Fehmarns Asse werden dabei sein und versuchen, den Heimvorteil zu nutzen, um die FRRV-Preisschleifen und den Siegesstrauß samt limitiert begehrter Fehmarnfahne zu gewinnen. Dazu zählen die Reiterfamilien Rüder, Czwalina und Köhlbrandt. Vor allem aber auch Spring-Shootingstar Tomma Thiesen, Fehmarns erst kürzlich ausgezeichnete Sportlerin des Jahres, sowie ihr Stallkollege und Erfolgsreiter Sven Gero Hünicke.
Turnierstart ist bereits morgen um 8 Uhr mit einem L-Springen, Höhepunkt ist der am Sonntag um 16 Uhr terminierte und mit 10000 Euro dotierte Große Preis des Kaufhauses Stolz. Der Eintritt an allen Tagen ist frei.