Kinder- und Jugendparlament sieht Grömitz als Vorbild
Gesprächsrunde für Jugendzentrum auf Fehmarn
18.08.2026, 19:33 Uhr
Von:
Lasse Lindner
Fehmarnsches Tageblatt
Fokussiert und auf den Punkt gebracht, so verlief die dritte Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) im Jahr 2026. Neben den Mitgliedern des Parlaments saßen Dirk Frohberg, Erster Stadtrat, Björn Maier, Fachbereichsleiter Allgemeine Verwaltung, Bildung und Sport, sowie Jugendpfleger Oliver Gende mit am Tisch. Zentraler Tagesordnungspunkt waren die jüngsten Entwicklungen im Hinblick auf ein neues Jugendzentrum auf Fehmarn. Die jungen Parlamentarier waren sich einig: Das Jugendcafé in Grömitz ist ein super Vorbild für das, was Fehmarns Kinder und Jugendliche verdient haben.
Den Gästen der Sitzung veranschaulichten sie das mit einer selbstgedrehten Roomtour, aufgenommen bei einem Besuch in Grömitz: Neben einer voll ausgestatteten Küche und einem großen Gemeinschaftsraum mit Beamer hat das Grömitzer Jugendcafé nicht nur eine Fernsehlounge, sondern auch einen PC-Raum mit top Equipment zum Zocken. Im Außenbereich bot sich neben einer Grillecke und überdachten Sitzgelegenheiten auch eine große Sonnenliege sowie ein Beachvolleyballfeld und ein Basketballcourt.
Trennung vom Verwaltungsneubau
Daher hatte Mahmoud Abdelaal, Vorsitzender des Kinder- und Jugendparlaments, die Parteien der Stadtvertretung zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Kurz nach der Sitzung am Montag ging dafür die letzte Zusage ein: Heute treffen sich die Vertreterinnen und Vertreter des Kinder- und Jugendparlamentes mit denen der Parteien im Haus im Stadtpark, um mögliche Konzepte für ein neues Jugendzentrum auf Fehmarn vorzustellen und zu diskutieren.
Nach dem Roomtour-Video und einem Applaus der Gäste kommentierte Jugendpfleger Oliver Gende: „Grömitz hat nur knapp 8000 Einwohner, Fehmarn doch ein bisschen mehr.“
"Testballon" Jugendpartys
Doch nicht nur im Hinblick auf die Räumlichkeiten für Kinder und Jugendliche ist Grömitz ein Vorbild für die Fehmaraner: Am 26. September (Sonnabend) veranstaltet das Kinder- und Jugendparlament der Stadt Fehmarn eine Party am Wakepark – in dieser Form eine Premiere. „Wir nehmen die Party als ‚Testballon‘, wir orientieren uns ein bisschen an Grömitz“, erläutert Gende die Pläne. Dort, so heißt es vom Kinder- und Jugendparlament, veranstalte das Jugendzentrum bereits seit längerem Jugendpartys am Strand.
Für das Nachwuchsparlament der Stadt Fehmarn ist das zwar noch Neuland, die Organisation soll allerdings in enger Absprache mit dem Wakepark ablaufen, besonders im Hinblick auf das Thema Sicherheit. Dort soll es im Vorwege noch ein Treffen von KiJuPa und Wakepark geben.
Laurin Schafft gab zum Abschluss der Sitzung noch einen kurzen Rückblick auf die vergangenen Veranstaltungen, bei denen das Kinder- und Jugendparlament involviert war, unter anderem den Skate Jam, der am vergangenen Wochenende stattfand (wir berichteten). Das Event sei super angenommen worden, inklusive der Tombola, die vom Restaurant Doppeleiche gesponsert wurde.
Im Zuge der letzten Parlamentssitzung war beschlossen worden, dass das KiJuPa der Zuschuss für den Skate Jam von zuvor 500 auf 800 Euro erhöht wird.
Zuletzt begrüßte das Kinder- und Jugendparlament noch ein neues Mitglied in dessen Reihen: Lena Hörnke ist in Zukunft stimmberechtigte Parlamentarierin. Sie rückt auf für ein Mitglied, das den Rücktritt aus dem KiJuPa erklärt hatte.