Freundschaft auf 1040 Kilometern

08.06.2026, 09:21 Uhr
Von: Nicola Krüger
Fehmarnsches Tageblatt

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Kurz nach der Enthüllung des Freundschaftsschildes (v.l.): Der Delegationsleiter der Fußballer (Altherren) aus Hauingen, Gerd Turoski, der auch Mitbegründer des FC Hauingen ist, die Spartenleiter Hinrich Muhl und Timo Möller vom RSV Landkirchen,
Martina Wieske von der Stadt Fehmarn, Sven Navers, Vorstandssprecher des RSV, und Fehmarns Bürgervorsteher Holger Micheel-Sprenger.

Kurz nach der Enthüllung des Freundschaftsschildes (v.l.): Der Delegationsleiter der Fußballer (Altherren) aus Hauingen, Gerd Turoski, der auch Mitbegründer des FC Hauingen ist, die Spartenleiter Hinrich Muhl und Timo Möller vom RSV Landkirchen, Martina Wieske von der Stadt Fehmarn, Sven Navers, Vorstandssprecher des RSV, und Fehmarns Bürgervorsteher Holger Micheel-Sprenger. © Gamon

Fehmarn – Drei neue Schilder nahe der Ortseingänge von Landkirchen erzählen seit dem Wochenende eine ungewöhnliche Geschichte: „Wir sind Freunde seit 1984 – RSV Landkirchen e.V. Insel Fehmarn und FC Hauingen 1985“. Was einst als sportliche Einladung begann, ist heute eine beständige Vereinsfreundschaft im deutschen Amateurfußball.

Vor gut vier Jahrzehnten hatte der RSV Landkirchen mit seinen Spartenleitern der Alten Herren, Dieter Ehmann und Theo Dunczek, eine Mannschaft aus dem badischen Hauingen erstmals auf die Ostseeinsel eingeladen. Der offizielle Beginn der Partnerschaft folgte 1984. Seither treffen sich die Altherren beider Vereine alle zwei Jahre, abwechselnd auf Fehmarn und in Hauingen.

An diesem Rhythmus hat sich bis heute nichts geändert, obwohl die Anreise zum jeweiligen Gastgeber jedes Mal 1040 Kilometer bedeutet.

In diesem Jahr empfing der RSV seine Gäste. 32 Sportler aus Baden-Württemberg, die von Donnerstag bis gestern auf der Insel weilten, wurden mit einem dicht gepackten Programm empfangen. Los ging es mit einer offiziellen Begrüßung durch den Vorstand des RSV Landkirchen und Stadtvertretern, gefolgt von einem gemeinsamen Abendessen.

Die folgenden Tage standen ganz im Zeichen der Insel: Ein Besuch der Wakeparkanlage in Wulfen, eine Führung durch die Knust-Brauerei in Avendorf, eine Rundfahrt mit dem gelben, amerikanischen Schulbus durch die schöne Inselnatur und ausgelassene Abende an der Beach-Bar des Campingplatzes Strukkamp. Den krönenden Abschluss bildete am letzten Abend ein festliches Essen von der Burg-Klause.

Höhepunkt des Treffens war jedoch die feierliche Enthüllung der neuen Willkommensschilder am Sonnabendmittag. Drei Schilder, zuvor an den Ortseingängen von Landkirchen aufgestellt und eigens verhüllt, wurden gemeinsam enthüllt.

Möglich wurde die rechtzeitige Aufstellung durch das engagierte Eingreifen von Martina Wieske bei der Stadt Fehmarn, unterstützt von Mitarbeitern des Inselbauhofs, die unkompliziert und unbürokratisch die Schilder aufstellten.

„Möge uns die verbundene Freundschaft einhundert Jahre halten“, sagte Bürgervorsteher Holger Micheel-Sprenger bei der offiziellen Enthüllung der Schilder – halb scherzhaft, aber mit einem ernsthaften Kern. Denn was vor über 40 Jahren als Sportpartnerschaft begann, ist längst zu echten Freundschaften zwischen Menschen geworden.

Natürlich wurden auch die Fußballschuhe geschnürt. Am Sonnabend wurde ein Freundschaftsspiel angepfiffen, das mit einem gerechten 3:3 endete – nach einem 2:1-Halbzeitstand für die Gäste aus Hauingen.

Gestern hieß es dann Abschied nehmen. Sportfreunde aus Landkirchen fuhren die Gäste zum Hamburger Flughafen, von wo die Altherren des FC Hauingen ihren Heimflug nach Basel antraten. Das nächste Wiedersehen ist bereits fest eingeplant. In zwei Jahren. Dann wieder in Hauingen.

Mitglieder der beiden Altherren-Mannschaften des FC Hauingen und des RSV Landkirchen am Willkommensschild.

Mitglieder der beiden Altherren-Mannschaften des FC Hauingen und des RSV Landkirchen am Willkommensschild. © Gamon

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