Feuerwehr zum Anfassen in Heiligenhafen

23.06.2026, 08:42 Uhr
Heiligenhafener Post

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Wehrführerin Svenja Bertschat und der stellvertretende Wehrführer Martin Buckmann sind mit der Resonanz zufrieden.

Wehrführerin Svenja Bertschat und der stellvertretende Wehrführer Martin Buckmann sind mit der Resonanz zufrieden. © Foth

Mit der Open-Air-Veranstaltung „Feuerwehr zum Anfassen“ auf dem Kapitän-Willi-Freter-Platz hat sich die Freiwillige Feuerwehr Heiligenhafen am Sonnabend den Heiligenhafenern und Gästen präsentiert.

„Wir wollen uns mit diesem Format, das alle zwei Jahre stattfindet, der Öffentlichkeit präsentieren. Dabei haben wir Wert darauf gelegt, dass die Besucher selbst mal die Geräte in die Hand nehmen können und merken, was wir im Einsatz leisten“, sagte Wehrführerin Svenja Bertschat. Auf der anderen Seite sei die Veranstaltung natürlich auch Mitgliederwerbung und Öffentlichkeitsarbeit. So war es den Gästen am Sonnabend unter anderem möglich, unter fachkundiger Anleitung eine Autotür öffnen, berichtete Bertschat.

Auch die angespannte politische Weltlage hat die Feuerwehr im Visier. So gab es für Interessierte Hinweise für den Katastrophenfall. Im Rahmen des zivilen Bevölkerungsschutzes informierte die Feuerwehr über Schutzmaßnahmen und die Bevorratung von einer Notreserve an Lebensmitteln. Auch für die Verköstigung der Besucher war gesorgt und das alles zu fairen Preisen. Wie Svenja Bertschat betonte, sei man trotz dieser Veranstaltung selbstverständlich einsatzbereit.

Löscheinsatz der Jugendfeuerwehr bei einem Autobrand.

Löscheinsatz der Jugendfeuerwehr bei einem Autobrand. © Foth

Nach den Worten des stellvertretenden Wehrführers, Martin Buckmann, habe man diesen Tag veranstaltet, um den Leuten zu zeigen, was Feuerwehr ausmacht. „Auch die Jugendfeuerwehr wird zeigen, was sie alles kann und zum Beispiel einen Autobrand löschen.“ So könne man auch Kinder für die Jugendfeuerwehr begeistern. „Wenn man selbst mitmachen kann, ist der Effekt größer, als wenn man immer nur zuschaut“, sagte Buckmann.

Moderiert von Jonas Benditt rückte die Jugendfeuerwehr zur Bekämpfung eines Autobrandes an. Aus dem Auto selbst trat dicker Qualm aus. Nach der Erkundung durch den Gruppenführer rückte die Nachwuchstruppe zur Brandbekämpfung an. Schnell waren die Schläuche und Verteiler verlegt, und mit dem Wasser aus dem Tanklöschfahrzeug zeigte die Jugendfeuerwehr, wie man einen solchen Brand in den Griff bekommen kann. Im Löschfahrzeug befinden sich 3000 Liter Wasser, die aber schnell verbraucht sind, dann muss die externe Wasserversorgung stehen, informierte der Moderator.

Geschick war gefragt beim Getränkekistenstapeln. Viele Gäste trauten sich diese knifflige Aufgabe zu. Den Rekord hielt jedoch eine Feuerwehrfrau, die es auf 17 Kisten brachte.

Wie man mit schwerem Gerät eine Autotür entfernen kann, um einen Verletzten im Auto zu retten, das übten unter fachkundiger Anleitung auch einige Besucher. Besonders viel Spaß hatten derweil die kleinsten Besucher, die mit der Handspritze einen „Brand“ löschen durften. Für den richtigen Druck an der Spritze sorgten oft die Väter an der Handpumpe.

Interessant und aufschlussreich war auch die Feuerwehr-Modenschau, bei der Feuerwehrfrau Anna Franik zeigte, was eine Atemschutzträgerin alles anziehen muss, um in den Einsatz zu gehen. Voll ausgerüstet kommen da schon mal 50 Kilogramm Ausrüstung zusammen. Im Einsatz gehen immer drei Atemschutzträger gemeinsam vor. Bei hohen Temperaturen schützt die Einsatzkräfte ein Wärmeschutzanzug, in dem die Feuerwehrleute wie Astronauten aussehen.

Auch für das leibliche Wohl der Besucher hatte die Feuerwehr am Sonnabend hervorragend gesorgt. Neben Grillwurst waren bei den sommerlichen Temperaturen besonders kühle Getränke sehr gefragt.

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