Fehmarn Northern Open 2026 erfolgreich zu Ende gegangen

Boulekugeln rollen auch durch Pfützen

28.07.2026, 22:40 Uhr
Von: Lasse Lindner
Fehmarnsches Tageblatt

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Ein Blick auf die Turnierkulisse am Sonnabend: Die mit Baumreihen gesäumten Parkplätze am Burger Binnensee dienten als Spielbahnen für die Fehmarn Northern Open.

Ein Blick auf die Turnierkulisse am Sonnabend: Die mit Baumreihen gesäumten Parkplätze am Burger Binnensee dienten als Spielbahnen für die Fehmarn Northern Open. © Boulefreunde Fehmarn

Ganz egal in welchem Rahmen, ganz egal welche Sportart: Gutes Wetter für eine Veranstaltung ist auf Fehmarn wie ein Sechser im Lotto. Auch die Fehmarn Northern Open (FNO) am vergangenen Wochenende hatten mit der Witterung zu kämpfen, zumindest an einem der drei Turniertage.

Los ging es Freitagnachmittag mit dem Schießwettbewerb. Dort waren knapp sechzig Teilnehmer im Turnierbetrieb am Start: Ziel der Disziplin ist es, eine Treffkugel oder die gegnerische Kugel aus dem vorgezeichneten Kreis zu schießen.

Siegreich war dort am Ende Barbara Sölter aus Wiedensahl, die sich gegen Abdulaziz Mahammadzokirov aus Hannover und Aras Baliz vom Bouleverein Siemens Mühlheim durchsetzte.

Topfavoriten setzen sich im Doublette-Turnier durch

Spielten ebenfalls vor Ort: Sönke Backens (links) und Europameister Matthias Laukart. Gemeinsam gewannen sie 2024 die Deutsche Meisterschaft im Triplette.

Spielten ebenfalls vor Ort: Sönke Backens (links) und Europameister Matthias Laukart. Gemeinsam gewannen sie 2024 die Deutsche Meisterschaft im Triplette. © Gamon

Dann wurde es ernst: Sonnabend und Sonntag standen die großen Turnierrunden an. Das Doublette, und am darauffolgenden Tag das Triplette. Schon um neun Uhr morgens ging es in die Vorrunde. Der Parkplatz am Hafen, die Wege am Wasser – alles wurde zu einer riesigen Spielanlage umfunktioniert.

Bis in die Abendstunden ging der Wettbewerb, erst gegen halb zehn ging es ins Finale. Dort sorgten zwei von Deutschlands besten Boulespielern für klare Verhältnisse: Matthias Laukart, Europameister 2025, und Sönke Backens, ehemaliger deutscher Meister und Nationalspieler, holten den Sieg im Doublette bei den Fehmarn Northern Open.

Beim Doubletteturnier gab es auch das erste Erfolgserlebnis für die Boulefreunde Fehmarn: Im D-Turnier legten Heike Pries und Cathy Niebuhr einen beachtenswerten Run hin. Nach zwei Niederlagen in der Vorrunde startete das Duo im niedrigsten der vier Teilturniere (A bis D, entsprechend des Abschneidens in der Vorrunde).

In der K.-o.-Runde verloren Niebuhr und Pries dann kein Duell mehr – bis auf das Finale. Dort mussten sie sich Christian Keun und Norbert Kesseler geschlagen geben. Trotzdem stand am Ende Platz zwei im D-Turnier.

Fehmarn Northern Open: Mistwetter am Sonntag

Am Sonntag öffnete der Regengott dann alle Schleusen: Über den gesamten Tag hinweg machte der Regen den Boulespielern das Leben schwer – doch das Tripletteturnier nahm seinen Lauf. Vielleicht war es der Heimvorteil, die Kenntnis der Bahnen und des Wetters, die den Boulefreunden am Sonntag in die Karten spielten.

Das Triplette aus Frank Niebuhr, Peter Mester und Peter Heydebreck spielte sich ungeschlagen ins A-Turnier, und dann ging es durch die K.-o.-Runde bis ins Viertelfinale. Ab dort war die Konkurrenz allerdings zu dominant.

Auch hier schaffte Europameister Matthias Laukart es wieder bis ins Finale, wo er gemeinsam mit Sylvain Ramon und Mo Haji antrat. Den Sieg holten sich aber Samoelina Famonjena Vahandrahety, Oscar Hodounou und Moustain Adeniyi.

Das Sieger-Triplette war bei der diesjährigen deutschen Meisterschaft am Start und erreichte dort das Viertelfinale. Adeniyi und Hodounou spielen beide für den Lübecker BC in der Bundesliga, ebenso Vahandrahety, der für Düsseldorf sur place an den Start geht. Peter Heydebreck, Frank Niebuhr und Peter Mester belegten einen geteilten fünften Platz.

Fehmarn Northern Open: Tatkräftige Teamleistung aller Beteiligten

Trotz des verregneten Sonntags fällt das Gesamtfazit der Boulefreunde Fehmarn positiv aus. Frank Niebuhr, der gemeinsam mit Frank Repenning die sportliche Leitung des Turniers innehatte, zeigte sich begeistert über die Bemühung aller Beteiligten.

Die Boulefreunde hätten bei Organisation und Aufbau eine starke Teamleistung gezeigt. Auch die Stadt und der Tourismus-Service trugen laut Niebuhr mit der Pflege der Grünanlagen und der Müllentsorgung während des Turniers maßgeblich zu idealen Rahmenbedingungen bei.

Ebenso unverzichtbar, besonders bei Dauerregen und kalten Temperaturen: Zelte und gute Verpflegung. Die Landkirchener Wehr stellte während des Fehmarn Northern Open mehrere Großzelte bereit, sodass die Teilnehmer zumindest hin und wieder die Chance hatten, sich abzutrocknen.

„Boulespieler kennen kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“, sagt Frank Niebuhr – trotzdem bleibt zu hoffen, dass die Sonne beim Fehmarn Northern Open 2027 etwas häufiger vorbeischaut. Unter blauem Himmel spielt es sich vielleicht doch ein Quäntchen besser.

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