Falscher Bankbrief führte in die Falle

18.09.2026, 11:31 Uhr

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Bank-Quishing: Gefälschte Bankbriefe mit QR-Code führen auf nachgebaute Internetseiten

Bank-Quishing: Gefälschte Bankbriefe mit QR-Code führen auf nachgebaute Internetseiten © Symbolbild KI-generiert

Ein QR-Code führte in die Falle: Betrüger haben einen Geschäftskunden mit einem gefälschten Bankbrief und dem anschließenden Anruf eines falschen Bankmitarbeiters um einen hohen fünfstelligen Betrag gebracht. Nach Angaben der Polizeidirektion Kiel ermittelt die Kriminalpolizei in mehreren Fällen dieser Art. In den übrigen bekannten Fällen blieb es beim Betrugsversuch.

Die Masche wird als Bank-Quishing bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Form des Phishings, bei der QR-Codes genutzt werden, um Bankkunden auf gefälschte Internetseiten zu locken. In den aktuellen Fällen verschickten die Täter täuschend echt aussehende Briefe. Darin wurden die Empfänger aufgefordert, einen QR-Code zu scannen und sich erneut für das Onlinebanking anzumelden.

Der QR-Code führte jedoch nicht zur Bank, sondern auf eine nachgebaute Internetseite. Dort eingegebene Zugangsdaten nutzten die Betrüger, um selbst auf das Onlinebanking der Kunden zuzugreifen. Um auch die Freigabe einer Überweisung über das Smartphone zu erhalten, meldete sich anschließend ein vermeintlicher Bankmitarbeiter telefonisch. Er behauptete, es seien unberechtigte Transaktionen festgestellt worden. Um diese zu stoppen, müsse eine Überweisung mit dem Betreff „Stornierung“ freigegeben werden.

In einem Fall folgte der Angerufene den Anweisungen. Dadurch wurde ein hoher fünfstelliger Betrag auf ein Konto der Täter überwiesen. Nach bisherigem Stand sind der Polizei zufolge ausschließlich Geschäftskunden einer Bank betroffen. Hinweise auf betroffene Kunden anderer Banken liegen der Polizei derzeit nicht vor. Allein durch das Scannen des QR-Codes wurde in den bekannten Fällen keine Schadsoftware auf den Mobiltelefonen installiert.

Die Polizei rät, QR-Codes nur zu scannen, wenn deren Herkunft zuverlässig geprüft werden kann. Bei Bankbriefen sollten die Internetadresse, der Absender, das Druckbild und ein möglicherweise drohender Ton genau geprüft werden. Im Zweifel sollte die Bank über eine bereits bekannte oder selbst recherchierte Telefonnummer kontaktiert werden. Rufnummern aus einem verdächtigen Schreiben sollten dafür nicht verwendet werden.

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