Eutin 08 ärgert sich über unnötige Heimniederlage
17.08.2026, 10:57 Uhr
Von:
Astrid Jabs
der reporter Eutin/Malente
Fußball-Landesligist Eutin 08 kassierte auch in seinem zweiten Punktspiel eine Niederlage. Die Rosenstädter unterlagen vor 200 Zuschauern mit 1:2 (1:1) Toren gegen den Türkischen SV Lübeck. Eine ebenso ärgerliche wie unnötige Niederlage, zumal die Eutiner eine Halbzeit lang in Überzahl spielten.
Die Partie begann hoffnungsvoll. Vor allem über die rechte Angriffsseite setzte sich Philip Kunert mehrfach durch. Ein Torabschluss wollte jedoch nicht gelingen. Die Gastgeber mussten bereits in der 14. Minute wechseln. Für den verletzten Konrad Kohlwes kam Max Köll zum Einsatz. Vier Minuten später der nächste Schreckmoment für die Gastgeber. Nach einer Freistoßhereingabe beförderte Finn-Luca Anders den Ball zum 0:1 ins eigene Tor. Der Gegentreffer zeigte zunächst Wirkung, doch mit zunehmender Spieldauer wurde Eutin 08 stärker und drängte auf den Ausgleich. Der fiel in der 37. Minute – wieder durch ein Eigentor. Selcuk Rinal fälschte eine scharfe Hereingabe unhaltbar für seinen Schlussmann ab. Die Gastgeber drängten in der Folge auf den zweiten Treffer, der jedoch nicht fallen wollte.
Zu Beginn des zweiten Durchganges schnupperten die Eutiner Morgenluft, als ein bereits verwarnter Lübecker nach einem weiteren Foulspiel vom Platz flog. Eutin 08 übernahm zusehends die Initiative und hatte deutlich mehr vom Spiel. Allerdings wurden die Angriffe nicht konsequent zu Ende gespielt. Gerade beim letzten Pass taten sich die Gastgeber schwer. Entweder wurden die Zuspiele von den Gästen geklärt oder ein Eutiner lief ins Abseits. Zudem waren die Lübecker bei der Wahl ihrer Mittel keineswegs zimperlich und kassierten insgesamt acht gelbe Karten. Trotz der Eutiner Überlegenheit ergaben sich keine zwingenden Chancen. Das rächte sich in der 68. Minute. Enes Dagli zirkelte einen direkten Freistoß zum 1:2 genau in den Torwinkel und ließ 08-Schlussmann Jonas Kaminski keine Abwehrchance. In der Schlussphase drängten die Gastgeber auf den Ausgleich, der jedoch nicht fallen wollte, zumal die Eutiner nur selten zum Abschluss kamen.
„Wir haben in der zweiten Halbzeit fast nur auf das gegnerische Tor gespielt, uns aber zu wenige Chancen erarbeitet. Daran müssen wir arbeiten. Jetzt stehen wir gegen Hartenholm unter Druck“, bilanzierte 08-Trainer Ulf Schnoor. Text: Dieter Hartmann