Fördeschnuten stellen wenig verbreitete Hundesportart vor

Erstes Wasserarbeitscamp in Hohenfelde

02.07.2026, 06:45 Uhr
Von: Markus Münch
PROBSTEER

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Bei Rettung am und im Wasser arbeiten Mensch und Hund vertrauensvoll zusammen.

Bei Rettung am und im Wasser arbeiten Mensch und Hund vertrauensvoll zusammen. © hfr

Der Verein Fördeschnuten will in Hohenfelde erstmals ein Wasserarbeitscamp ausrichten. Die Veranstaltung ist vom 3. bis 5. Juli geplant. Erwartet werden rund 30 Hunde mit ihren Hundeführern, darunter Teilnehmer aus verschiedenen Regionen Deutschlands, Belgien und den Niederlanden.

Trainiert werden soll vor allem am Sonnabend und Sonntag, von morgens bis in den Nachmittag, bei Bedarf auch bis in die frühen Abendstunden. Interessierte Zuschauer sind willkommen. Sie können erleben, wie Hund und Mensch als Team Aufgaben im und am Wasser bewältigen. „Viele kennen Hundesport vom Hundeplatz. Doch Wasserarbeit sieht man in Schleswig-Holstein bisher nur sehr selten“, sagt Armin Lorenzen, zweiter Vorsitzender der Fördeschnuten. „Gerade deshalb möchten wir das Camp für Zuschauer öffnen und zeigen, was diese Arbeit ausmacht.“ Bei dem Training geht es um Apportieraufgaben, das Ziehen von Booten und das Bringen von Rettungsmitteln. Vor allem sollen die Hunde lernen, hilflose oder bewusstlose Menschen aus dem Wasser zu retten. Lorenzen betont, im Mittelpunkt stünden Teamarbeit, Vertrauen und eine artgerechte Auslastung der Tiere.

Zweiter Vorsitzender des Vereins Fördeschnuten: Armin Lorenzen mit Labradorhündin Nila.

Zweiter Vorsitzender des Vereins Fördeschnuten: Armin Lorenzen mit Labradorhündin Nila. © hfr

Seiner Einschätzung zufolge sei die Wasserarbeitsszene in Schleswig-Holstein bislang noch klein. Nur wenige Vereine beschäftigten sich intensiver mit dieser Hundesportart. Mit dem Camp wollen die Fördeschnuten nun dazu beitragen, die Sparte im Land bekannter zu machen. Unterstützt werden sie dabei von der Wasserarbeitsgruppe Dankernsee. „Dankbar sind wir auch, dass Bürgermeisterin Gesa Fink und der Campingplatz Radeland die Veranstaltung ermöglichen“, so Lorenzen. Denn das ist nicht selbstverständlich. Ein Trainingsort an der Ostsee sei etwas Besonderes. Viele Wasserarbeitsgruppen in Deutschland trainierten an Seen. In Hohenfelde dagegen warteten andere Bedingungen, Salzwasser, Wind und Wellen. „Die Ostsee stellt Hund und Mensch vor andere Aufgaben als ein See. Genau das macht Hohenfelde als Trainingsort so interessant“, sagt Lorenzen.

Wasserarbeit gilt vor allem für Rassen wie Neufundländer und Labrador Retriever als passende Beschäftigung, weil viele dieser Hunde ursprünglich für Arbeiten im Wasser gezüchtet wurden. Doch auch kleinere Wasserhunderassen können eigene Aufgaben übernehmen. Langfristig verstehen die Fördeschnuten das Camp auch als Praxistest. Vorstellbar ist, dass später Prüfungen an der Ostsee folgen. „Doch bei aller Konzentration auf die Übungen darf man eines nicht vergessen: Am Ende geht es immer auch um die Freude von Hund und Mensch an der gemeinsamen Arbeit“, unterstreicht Lorenzen. Weitere Informationen sind zu finden unter www.foerdeschnuten.de

Konzentriert bei der Sache: Ein Rettungshund springt ins Wasser.

Konzentriert bei der Sache: Ein Rettungshund springt ins Wasser. © hfr

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