Auf dem Holzbergturm wurde eine Hightech-Kamera installiert
Eine Kamera verbindet Malente mit der Welt
02.06.2026, 11:25 Uhr
der reporter Eutin/Malente
Dr. Helga Jeromin und Jan Eskildsen sind von dem Nutzen der Kamera überzeugt. © Burgdorf
Man merkt dem Vorsitzenden des Fördervereins Dorf & Natur der Gemeinde Malente e.V. (FöDoNa), Jan Eskildsen die große Freude über die neue Errungenschaft förmlich an. Seit dem 13. Mai sendet eine Panomax Panoramakamera von der Spitze des Holzbergturms fast in Echtzeit Bilder im Radius von 360° von Malente bis hin zum Horizont. „Es gibt weltweit etwa 800 öffentliche Panomax Panoramakameras. Eine davon thront nun auf unserem Holzbergturm und nimmt alle zehn Minuten aktuelle Bilder auf “, erläutert Eskildsen.
Die Anschaffung und Installation der Kamera wurde durch Fördermittel der Aktiv Region Holsteinische Schweiz in Höhe von 15.689,67 Euro ermöglicht. „Das ist sicher gut angelegtes Geld. Denn die Kamera ist kein Selbstzweck, sondern soll nicht nur der Gemeinde Malente, sondern auch den Kreisen Ostholstein und Plön helfen, unsere einzigartige Landschaft eindrucksvoll für den Tourismus zu präsentieren. Was in den großen Skigebieten und anderswo bereits seit langer Zeit Schule gemacht hat, kann auch unserer Region guttun“, so Eskildsen.
Zurzeit sendet die Kamera Panoramabilder unserer Landschaft. Das ist jedoch nicht der einzige Sinn des Projektes. Ziel ist es, durch ein Medienpaket besondere Sehenswürdigkeiten oder Wanderwege sichtbar zu machen und direkt eine Verknüpfung der Internetseiten von Hotels, Restaurants und andere Firmen herzustellen. Daher ist momentan ein Fotograf unterwegs, um in Ostholstein und dem Kreis Plön Aufnahmen zu machen, die dann in die Panoramabilder eingefügt werden. Um diese Arbeiten finanzieren zu können, hat sich auch die Cornils-Stiftung mit einer Förderung von 10.000 Euro an dem Projekt beteiligt. „Das haben wir zuvor mit der Aktiv Region Holsteinische Schweiz besprochen, damit sich die beiden Förderungen nicht gegenseitig ausschließen“, erklärt Eskildsen und freut sich, dass er mit Dr. Helga Jeromin ein Vereinsmitglied an seiner Seite hat, die sich intensiv um die Einwerbung der Fördermittel kümmert.
Die Kamera, die ihre Bilder in einer Höhe von ungefähr 120 Meter einfängt, ist mit vielen technischen Raffinessen ausgestattet und meldet ständig die aktuellen Wetterdaten und Windgeschwindigkeiten. So ist es zum Beispiel Firmen möglich, ihre Außenarbeiten nach diesen Informationen zu organisieren. Darüber hinaus hat die Kamera nicht nur eine integrierte Heizung und einen Blitzableiter, sondern reinigt sich auch zum großen Teil selbstständig.
Bereits beim Bau des 2020 wiedereröffneten Holzbergturms waren Kameras installiert worden, die jedoch bei Weitem nicht an die Technik der Panomax Kamera heranreichen. Jetzt haben sie aber eine Überwachungsfunktion und können gegebenenfalls bei Vandalismus zur Aufklärung beitragen.
Die jährlichen festen Kosten zur Pflege der Kamera schätzt der Vorsitzende des FöDoNa auf ungefähr 5.000 Euro. Daher belaufen sich die monatlichen Kosten in Form einer jeweiligen Spende für die interessierten Firmen als Mitglied des FöDoNa auf 10 Euro und für Nichtmitglieder auf 20 Euro. Als Vereinsmitglied wird übrigens ein Jahresbeitrag von 20 Euro fällig.
„Auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch etliche Einstellungen vorgenommen werden müssen, so haben wir doch jetzt schon ein Medium, das in die digitale Welt passt. Wir können damit die Holsteinische Schweiz weltweit präsentieren. Denn viele Menschen, die die Panomax Kamera nutzen, planen ihren Urlaub nach den Eindrücken, die ihnen auf den häuslichen Bildschirm geliefert werden“, ist sich Jan Eskildsen sicher.
Die Bilder vom Holzbergturm können bereits über www.wildpark-malente.de/panoramakamera angeschaut werden, die weltweiten Impressionen sind unter www.panomax.com zu finden.
Die Panomax Kamera filmt in schwindelnder Höhe die Holsteinische Schweiz. © hfr