Wenn Blumen „Danke“ sagen…

Eine Hommage an Reginas Rose

16.07.2026, 14:38 Uhr
Von: Lotta Schneider
der reporter Plön/Preetz, PROBSTEER

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Blütenpracht im Garten von Probsteer-Mitarbeiterin Regina Nohns: Aktuell duftet die Sorte „Hansestadt Rostock“ aus knapp 100 Rosenblüten.

Blütenpracht im Garten von Probsteer-Mitarbeiterin Regina Nohns: Aktuell duftet die Sorte „Hansestadt Rostock“ aus knapp 100 Rosenblüten. © Regina Nohns

Es gibt landläufig wohl kein höheres Lob unter Hobbygärtnern als die Feststellung, dass eine Blume besonders „dankbar“ sei. Und fast immer ist damit die Vitalität und der Blütenreichtum eines einzelnen Pflanzenindividuums gemeint. So auch bei Probsteer-Mitarbeiterin Regina Nohns. In ihrem Heikendorfer Garten bringt es derzeit die Beetrose „Hansestadt Rostock“ auf knapp 100 Blüten – so prachtvoll sieht ihre Dankbarkeit für gute Pflege aus.

Dabei ist der kleine Strauch mit einer Höhe von maximal 80 – und einer Breite von rund 60 Zentimetern gut handzuhaben. Dank der Blühfreudigkeit und der besonderen Farbe mit bernsteingelben Anklängen bis hin zu Apricot ist die Sorte in gemischten Rabatten als Blickfang geradezu prädestiniert.

Sonnig bis halbschattig sollte so eine blühende Oase schon liegen. Und mit einem geeigneten Hofstaat kommt die Königin der Blumen erst recht zur Geltung. Zahlreiche Begleitpflanzen kommen dafür in Frage. Halbsträucher wie Blauraute, Gemeiner Salbei (dessen Blätter in der mediterranen Küche schwer angesagt sind…) und Lavendel sind besonders geeignet. Im Hintergrund unterstützen höhere Stauden wie Italienische Ochsenzunge und die stahlblauen Kugeldisteln das Blütenbild einer ausdrucksvollen Mixpflanzung. Optische Leichtigkeit bringt zudem das Reitgras Calamagrostis x acutiflora „Karl Förster“, das um 120 Zentimeter Höhe erreicht und sich für den Hintergrund darum gut eignet.

Mit größeren Gruppen blaublühender Staudensorten des Steppensalbeis und der Gattung Geranium, zum Beispiel die violettblaue Sorte Geranium pratense „Johnson’s Blue“, kommt noch mehr schöne Farbe ins Spiel. Bei allen Beispielen handelt es sich um Pflanzen, die von Insekten gerne angeflogen werden, weil sie ihnen Pollen und Nektar bieten – Hobbygärtner tun unseren kleinen Mitgeschöpfen also etwas Gutes, wenn sie ihre Pflanzenauswahl auf ihre Bedürfnisse ausrichten. Und sie gewinnen ein außergewöhnlich schönes Blumenbild in einem lebendigen Garten.

Wer das Rötliche im Farbton der Rosenblüten noch einmal als Akzent in dieser Mischung aufgreifen will, kann mit der Purpur-Witwenblume (Knautia Macedonica) rötliche Tupfen ins Beet zaubern. Und man stellt fest: Gärtnern ist immer auch ein bisschen wie der Umgang mit Pinselstrich und Farbe…

Wichtig zu wissen: Staudenpflege erfolgt erst im Frühjahr und die Blätter bleiben liegen. Denn die Pflanzendecke aus dem abgestorbenen Material der im Winter eingezogenen Pflanzen schützt den Boden, seine Mikroorganismen und alle Kleinstlebewesen, die zwischen altem Laub und in hohlen Stängeln zu überwintern versuchen. Für überwinternde Singvögel sind sie wiederum ein gefundenes Fressen. Woran man sieht: auch diese Tiere kann man mit ausgeklügelten Blührefugien sinnvoll unterstützen.

Auch Rosen brauchen im Frühjahr den Rückschnitt, dazu eine gute Portion reifen Kompost und einen gelockerten Boden. Um den Sinn deutlich zu machen: so wie für Menschen in Sachen Sauerstoff die Nase bedeutsam ist, so atmen Pflanzen mit Hilfe ihrer Wurzeln. Und ihre Atmung ist für ihr Gedeihen nicht weniger wichtig als für jedes andere Lebewesen. Den Boden zwischen Rosen und Stauden zwischendurch etwas zu lockern ist deshalb eine sinnvolle Pflege. Zudem profitiert der Wasserhaushalt des Bodens. Wenn es regnet, versickert die Feuchtigkeit besser.

Da üppig wachsende und blühende Rosen mehr Nährstoffe als eine Sandnelke an der Küste brauchen, ist eine Gabe organischen Rosendüngers, die rund um die Strauchbasis leicht eingearbeitet wird, im Juli noch sinnvoll. Vor allem in Bereichen sehr durchlässiger Böden mit höheren Sandanteilen, die tendenziell zum Austrocknen neigen und vergleichsweise mager sind. Wer Rosen hat, muss hier für sein Blühwunder mehr gärtnerischen Einsatz liefern – oder ganz verzichten und auf die Stauden setzen. Von denen gibt es zahlreiche Spezies, die an solche Erden perfekt angepasst sind. Und deren Blüten nicht weniger schön aussehen.

Späteres Düngen ist nicht mehr angezeigt, denn die nachwachsenden Rosentriebe wären zum Winter hin nicht so ausgereift, dass sie heftigem Frost in jedem Fall standhielten. Umso sorgfältiger sollte das Beet im frühen Frühjahr mit Kompost auf den Sommerflor vorbereitet werden.

Zur Sommerpflege zählt indes auch, Abgeblühtes gleich mit der Rosenschere zu entfernen – es hält die Rose davon ab, ihre Energie in die Hagebuttenbildung zu stecken, wie es ihre Natur ist. Stattdessen reagiert sie mit einem Wachstumsschub. Und am Ende bilden sich erneut schöne Knospen an den jungen Triebspitzen.

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