Lachmöwen-Theater gründet Förderverein – eine Idee von Peter Harry Carstensen
Ein Freund, ein guter Freund … gesucht!
17.07.2026, 12:49 Uhr
Von:
Volker Graap
PROBSTEER
Freunde können wir alle gebrauchen – das gilt auch für das Lachmöwen-Theater in Laboe, das eine eigene Bühne unterhält und viele Anstrengungen unternimmt, um die plattdeutsche Sprache zu pflegen. Deshalb haben die Theatermacher den Förderverein „Freunde des Lachmöwen-Theaters“ gegründet und werben ab sofort um Freundschaften, die ein bisschen Geld für den guten kulturellen Zweck in die Kasse spülen sollen. Ideengeber und Schirmherr ist Alt-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen.
Carstensen ist über den CDU-Ortsverband Laboe auf das ambitionierte Theater an der Ostseeküste aufmerksam geworden. „Auch wir unterstützen die Lachmöwen in der Kommunalpolitik nach Kräften“, betont der Ortsvorsitzende Günter Petrowski. Und weil er wusste, dass Carstensen die Pflege des Plattdeutschen ohnehin am Herzen liegt, hat er den ehemaligen Landesvater nach Laboe gelotst. Und der zeigte sich beeindruckt von der Bühne: „Was dieses Theater macht, ist gewaltig. Es hält die niederdeutsche Sprache hoch und stiftet Identität“, erklärte Carstensen kürzlich an einem ersten Infostand, mit dem der neue Förderverein erstmals in die Öffentlichkeit ging und um Fördermitglieder warb.
„So ein Verein bringt eine ganz andere Beziehung zwischen Theater und Bevölkerung hervor. Er kann Türen und Herzen öffnen und die Menschen dazu bringen, sich stärker mit ihrem Lachmöwen-Theater zu identifizieren“, sagt Carstensen. „Der Verein hilft auch, das große Engagement sichtbar zu machen und mehr Leute dazu zu bewegen, sich mit einzubringen“, ist der Nordfriese überzeugt. Dass er dann auch Schirmherr des neuen Vereins geworden ist, war für ihn selbstverständlich. Außerdem gestaltete Carstensen Flyer und verteilte sie selbst.
Konkret will sich der Verein dafür einsetzen, dass das Laboer Theater als Ort der Begegnung und der kulturellen Teilhabe für alle Generationen auch in Zukunft lebendig bleibt. Man will die regionale Theaterkunst fördern, das plattdeutsche Theater stärken und sichtbarer machen sowie zur Finanzierung von Projekten, Technik und der Nachwuchsarbeit beitragen. Zur Vorsitzenden wurde bei der Gründung im vergangenen Jahr Birgit Bockmann gewählt.
Bisher zählt der Förderverein 15 Mitglieder, aber mit Beginn der neuen Spielzeit wollen die Verantwortlichen noch kräftig die Werbetrommel rühren und weitere Freunde gewinnen. Der Jahresbeitrag beträgt 120 Euro für Einzelpersonen, 200 Euro für Paare und 250 Euro für Unternehmen – wer freiwillig mehr zahlen möchte, darf das gerne tun. Auch einmalige Spenden sind willkommen.
Die Lachmöwen-Akteure wollen sich zukunftsfähig aufstellen. Die Laienbühne-Schiene haben sie längst verlassen. „Wir sind in der Spitzengruppe der 3. Liga und spielen in der Relegation um den Aufstieg in die 2. Bundesliga“, beschreibt Bühnenleiter Jan Steffen die Ambitionen seiner Theatertruppe. Für diesen Qualitätsanspruch haben die Laboer auch bereits namhafte Schauspieler gewinnen können, die einst im Hamburger Ohnsorg-Theater aufgetreten sind. Heidi Mahler, die auch im neuesten Schwank „Brandstiftung“ – Premiere ist am 31. Juli – spielt, ist das prominenteste Beispiel.
Weitere Infos über das Theater und den Förderverein sind online auf www.lachmoewen.de zu finden.