Zebras wollen den Titel
Der THW kämpft ab morgen um die Euro-League
29.05.2026, 06:43 Uhr
der reporter Plön/Preetz
Bühne frei für den Europapokal. Morgen, Samstag, 30. Mai, will der THW Kiel seine letzte Chance nutzen, in dieser Saison doch noch einen Pokal in die Höhe recken zu können. In der Hamburger Barclay Arena geht es im Halbfinale ab 12.30 Uhr gegen die Franzosen von MT Montpellier. Genau das Semi-Spiel aus dem Vorjahr also.
An dieses Duell hat die Truppe von Trainer Filip Jicha nicht die besten Erinnerungen. Mit einem Tor unterlag man einst in einem dramatischen Aufeinandertreffen und verpasste das Finale. Im zweiten Duell stehen sich die beiden deutschen Vereine MT Melsungen und die SG Flensburg Handewitt um 15.30 Uhr gegenüber. Kurios: Auch diese Paarung gab es schon im Vorjahr. Es kann also ein rein deutsches Endspiel um den EHF-Pokal geben. Dies würde dann am Sonntag, 31. Mai, ab 18 Uhr, starten. Titelverteidiger ist die SG Flensburg, die einst Zebras-Bezwinger Montpellier mit 32:25 besiegen konnte. Wir tippen diesmal auf die Kieler, die ihren Pokalhunger stillen wollen und sich in Europa aktuell wohler fühlen als in der Bundesliga. In der Vorrundengruppe konnte der deutsche Rekordmeister alle Vergleiche gegen Flensburg und Montpellier gewinnen. Aus dieser starken Gruppe schafften es gleich drei Teams in die Hamburger Finals. Der große Außenseiter ist sicherlich die MT Melsungen. Aber der nationale Pokal hat gezeigt, wie schnell hier der vermeintlich kleine Verein in einem „k.o-Spiel“ den Sprung schaffen kann. Der SC Magdeburg kann bei seiner Niederlage im DHB-Halbfinale gegen den Bergischen HC davon berichten. Unser Tipp fürs Wochenende: Kiel gegen Flensburg, mit besserem Ende für die Zebras. Mit einem Finalsieg erhielte sich der THW die Möglichkeiten auf das Startrecht für die Champions-League 2026/27. Ein Nachtrag zur Bundesliga: Beim Bergischen HC kamen die Zebras zu einem sicheren 32:23 (15:7) -Sieg. Am Mittwoch, 2. Juni, geht es im letzten Auswärtsspiel nach Minden (19 Uhr).