„Bewegungsmomente sind Begegnungsmomente“
Der HSC Rosenstadt lädt ein, in Schwung zu kommen
04.10.2026, 08:12 Uhr
Von:
Astrid Jabs
der reporter Eutin/Malente
Die Ampel am Übergang beim Pro Talis-Pflegeheim steht auf Rot. Damit ist Rumstehen angesagt? Keineswegs, denn wer Augen für die Umgebung hat, entdeckt ein Schild, das dazu einlädt, die Wartezeit für eine kleine Fitnessübung zu nutzen.
Bein heben, Becken drehen und ganz wichtig: Lächeln! Hinter dem Schild steht eine Idee des HSC Rosenstadt Eutin: „Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, Sport nicht nur in der Halle anzubieten, sondern für alle in den öffentlichen Raum zu bringen“, erklärt Petra Stock. Wer den HSC Rosenstadt kennt, weiß, dass der inklusive Aspekt dabei mitgedacht wurde. Die Übungen sind für alle Fitnessgrade machbar. Wie es geht, ist auf den Bildern zu sehen. Wer den QR-Code aktiviert, sieht ein kleines Video. Alles lässt sich dank der entsprechenden Sitzvariante auch im Rolli und am Rollator nachturnen und bringen so niemanden in Verlegenheit, sondern im besten Fall diejenigen ins Gespräch, die ansonsten schweigend nebeneinander warten würden. Dafür gibt es zudem einen kleinen Text wie: „Schenke dem Menschen neben dir ein Lächeln“: „Dieser Begegnungsmoment war uns wichtig“, sagt Petra Stock.
Da wundert es nicht, dass auch die Entwicklung von der Idee zur Umsetzung ein gemeinschaftliches Projekt ist. Die Schilder wurden gemeinsam mit den Handballkindern des Vereins konzipiert, die auch für die Fotos und die Videodrehs aktiv waren. Dass sie mit dem Ergebnis mehr als zufrieden sind, sah man Bogdan und Alisa an. Stellvertretend für alle anderen waren sie zur Präsentation des ersten Schildes gekommen und konnten live erleben, wie Bürgermeister Sven Radestock sich als Vorturner versuchte: „Die Idee ist toll und stärkt das Eutiner Wir-Gefühl“, befand der Verwaltungschef.
Bis zum 31. Dezember sollen 15 weitere Schilder in der Stadt aufgestellt werden. Unter anderem sollen Menschen an Bushaltestellen, vor Schaufenstern, vor Grundschulen und an Parkbänken die Glieder regen. Die Finanzierung erfolgt zum Teil aus Eigenmitteln, ein Teil wurde durch die „Heimatspenden“ der Volksbank möglich: „Natürlich sind weitere Sponsoren uns sehr willkommen“, betont Petra Stock. Wer unterstützen kann, findet auf handball-eutin.de die Kontaktdaten.