Bündnis ruft vor Ausschusssitzung zum Protest auf
Demo in Heikendorf gegen Krischansbarg-Pläne
28.08.2026, 18:29 Uhr
Von:
Markus Münch
PROBSTEER
Demonstrationen gehören in Heikendorf eher nicht zum Alltag. Doch am Montag, 31. August, wollen mehrere Initiativen gegen die bisherigen Pläne für das neue Wohnquartier am Krischansbarg protestieren. Unter dem Motto „Wohnungsbau ja, aber ökologisch und bezahlbar“ beginnt eine angemeldete Kundgebung um 17.30 Uhr vor der Mensa der Offenen Ganztagsschule.
Anlass ist die anschließende Sitzung des Bau- und Umweltausschusses. Dort soll über den Bebauungsplan 82 beraten werden. Im nichtöffentlichen Teil steht zudem der städtebauliche Vertrag auf der Tagesordnung. Darin können nach Angaben der Veranstalter unter anderem Vorgaben zum sozialen Wohnungsbau und zur Umweltbegleitung festgelegt werden.
„Unsere Punkte sind längst bekannt, wurden aber einfach nicht gehört“, sagt Jutta Briel vom Aktionsforum für Nachhaltigkeit. Mit der Demonstration wolle man zeigen, „dass wir nicht nur ein paar Mann sind, die Kritik an der jetzigen Planung haben, sondern ziemlich viele“. Auch bei einigen Gemeindevertretern seien durchaus Zweifel vorhanden.
Am Krischansbarg sollen nach Angaben des Aktionsforums insgesamt fast 600, Planer sprechen von 500, Wohnungen und Häuser entstehen, darunter Seniorenappartements und öffentlich geförderter Wohnraum. Die Initiativen halten das Vorhaben in seiner bisherigen Form für zu groß. Sie kritisieren außerdem die Auswirkungen auf Natur und Klima und bezweifeln, dass ausreichend bezahlbarer Wohnraum gesichert ist.
Gefordert werden unter anderem mehr Sozial- und Genossenschaftswohnungen, zusätzliche Seniorenwohnungen, klimafreundlichere Baustoffe, eine Busanbindung sowie die Veröffentlichung des städtebaulichen Vertrags.
Trotz spürbaren Unmuts: „Es soll auf jeden Fall eine friedliche Kundgebung werden“ betont Jutta Briel vom Aktionsforum für Nachhaltigkeit, das die Demo gemeinsam mit der Bürgerstiftung Fördeufer und dem Runden Tisch Demokratie Schrevenborn organisiert. Anschließend können Teilnehmer den öffentlichen Teil der Ausschusssitzung verfolgen.