Stadt Preetz zeichnet Regie-Duo Frauke Bosch und Claudia Siemsen aus

Bürgerpreis für zwei prägende Theatergesichter

24.06.2026, 16:06 Uhr
Von: Volker Graap
der reporter Plön/Preetz

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Am Dienstag überreichten Stadtpräsident Hans-Jürgen Gärtner und Ausschussvorsitzende Inga Johnsen (r.) dem Regie-Duo Frauke Bosch (2.v.l.) und Claudia Siemsen den Bürgerpreis der Stadt Preetz.

Am Dienstag überreichten Stadtpräsident Hans-Jürgen Gärtner und Ausschussvorsitzende Inga Johnsen (r.) dem Regie-Duo Frauke Bosch (2.v.l.) und Claudia Siemsen den Bürgerpreis der Stadt Preetz. © Volker Graap

Sie sehen zwar nicht so aus, können aber mit Fug und Recht als Urgesteine der Niederdeutschen Bühne Preetz bezeichnet werden: Frauke Bosch und Claudia Siemsen sind seit fast 40 Jahren in der Speeldeel aktiv und wurden am Dienstag in einer kleinen Feierstunde im Ratssaal für ihre herausragenden kulturellen Leistungen für Preetz mit dem Bürgerpreis 2025 der Stadt ausgezeichnet.

„Seit ihrer Gründung im Jahr 1934 wird an der Niederdeutschen Bühne mit viel Herzblut Theater gespielt. Die Aufgabe des Vereins geht aber über das Spielen hinaus: Er bringt Menschen vor und hinter den Kulissen zusammen und engagiert sich außerdem für den Erhalt der plattdeutschen Sprache“, sagte Inga Johnsen, Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft, Sport, Kultur, in ihrer Laudatio. „Ein Höhepunkt im Programm ist das alljährliche Weihnachtsmärchen. Eine Tradition, die aus Preetz nicht mehr wegzudenken ist.“ Die Namen Frauke Bosch und Claudia Siemsen sind mit dem Märchen eng verbunden, seit Jahrzehnten bilden die beiden das Regie-Duo, das die Kinderstücke inszeniert. „Als Organisatorinnen und Motivatorinnen leisten beide einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Niederdeutschen Bühne“, so Inga Johnsen.
Nach der Übergabe der Ehrenurkunden und dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Preetz blickten Frauke Bosch und Claudia Siemsen in einem amüsanten Dialog „op Platt“ zurück auf ihre Theateranfänge. Alles fing im Januar 1987 an, als sie in einem Einakter auf der Bühne des „Schützenhofes“ mitwirken sollten. Beide konnten kein Platt sprechen, das lernten sie während der Proben. Für sie sei das Theatermachen nicht nur Arbeit, sondern vor allem ein großes Vergnügen. „Wir haben so viele nette Menschen kennengelernt, viel gelacht – und dafür gibt es jetzt noch einen Preis!“, schmunzelten die Preetzerinnen und kündigten an: „Wi maakt wieder – solang dat geiht!“ Im Dezember zeichnen sie einmal mehr fürs Weihnachtsmärchen verantwortlich und bringen mit „Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch“ ihre nächste Inszenierung auf die Bretter, die auch für die Preetzer Theaterleute die Welt bedeuten.
Der Bürgerpreis 2025 wurde für kulturelle Leistungen vergeben und geteilt. Die andere Hälfte wurde Jörn Martensen zugesprochen, der im Rahmen des Stadtempfanges bereits geehrt wurde (wir berichteten).

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