B76-Sperrung: Vier Jahre Stillstand sind nicht hinnehmbar
24.05.2026, 10:35 Uhr
der reporter Plön/Preetz,
der reporter Eutin/Malente
Die Vollsperrung der B76 zwischen Plön und dem Trenter Berg wird zur Belastungsprobe für die gesamte Region. Seit Februar 2026 ist der erste Abschnitt zwischen Ortsausgang Plön und der Abfahrt Rathjensdorf gesperrt, bis Ende 2027. Der zweite Abschnitt bis zum Trenter Berg soll ab 2028 folgen, ebenfalls mit rund zwei Jahren Bauzeit. Unterm Strich droht der Region damit eine Vollsperrung dieser wichtigen Verbindungsachse zwischen Kiel und Plön von etwa vier Jahren.
Für die SPD-Fraktion im Kreistag Plön ist klar: Diese Bauzeit ist zu lang. Die Bürgerinnen und Bürger in Preetz, Plön und den umliegenden Gemeinden werden über Jahre hinweg täglich durch massive Umwege und Staus belastet. Kleine Orte wie Lepahn oder Lebrade werden durch den ausweichenden Schwerlastverkehr an ihre Grenzen gebracht. Gleichzeitig ist ein durchgängiges Ausweichen auf den ÖPNV auch nicht möglich, denn die Bahn sperrt ihre Strecke zwischen Kiel und Preetz in diesem Zeitraum mehrfach. Wir fordern den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) auf, alle technisch möglichen Maßnahmen zur Beschleunigung des Verfahrens zu prüfen. Dazu gehört ausdrücklich der Einsatz von Mehrschichtbetrieb. Es kann nicht sein, dass auf einer der wichtigsten Bundesstraßen des Landes im Normaltakt gearbeitet wird, während die Region vier Jahre lang leidet. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Kai Bellstedt sagt: „Wo immer es technisch und rechtlich möglich ist, müssen ein Mehrschichtbetrieb und Wochenendarbeiten umgesetzt werden.“ Darüber hinaus erwarten wir eine transparente Kommunikation darüber, warum beide Bauabschnitte nicht zumindest zeitlich stärker verzahnt werden können. Die bisherige Begründung des LBV.SH, eine gleichzeitige Abwicklung beider Abschnitte sei logistisch nicht möglich, reicht uns nicht aus. Hier brauchen wir konkrete Antworten.