Auf der Förde rückt die Schifffahrt der Zukunft näher

01.06.2026, 09:30 Uhr
Von: Markus Münch
PROBSTEER

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Hand in Hand für die Zukunft der Schifffahrt: Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (l.) und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.

Hand in Hand für die Zukunft der Schifffahrt: Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (l.) und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. © Felix Klein/hfr

Auf der Kieler Förde könnte die Schifffahrt der Zukunft bald konkretere Formen annehmen: Die Forschung an autonomen Fähren geht in die nächste Runde. Wie die CAPTN-Initiative mitteilt, erhält das Verbundprojekt „Förde Areal 3“ vom Bundesverkehrsministerium 3,3 Millionen Euro Förderung.

Der Bescheid wurde am 28. Mai am Kieler Seefischmarkt von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder übergeben. Das Projekt läuft bis Ende September 2028.

Im Mittelpunkt steht die weitere Erprobung des Forschungskatamarans „Wavelab“. Ziel ist es, hochautomatisierte und autonome Funktionen unter realen Bedingungen auf der Förde zu testen und weiterzuentwickeln. Dabei geht es unter anderem um KI-gestützte Umfelderkennung, sichere Navigation, Kollisionsvermeidung, verlässliche Kommunikation mit einem Kontrollzentrum sowie nachvollziehbare Entscheidungen des Systems.

Sie freuen sich, dass die Forschung an autonomen Fähren in die nächste Runde geht (v.l.): Björn Schwarze (Geschäftsführer Addix), Jan Bachmann (Projektleiter F&E), Patrick Schnieder (Bundesminister für Verkehr), Claus Ruhe Madsen (Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein), Wiebke Müller-Lupp (wissenschaftliche Geschäftsführerin Wissenschaftszentrum Kiel), Tim Kraemer (Geschäftsführer F&E), Andreas Weidner (Geschäftsführer Anschütz), Dirk Nowotka (Christian-Albrechts-Universität Kiel).

Sie freuen sich, dass die Forschung an autonomen Fähren in die nächste Runde geht (v.l.): Björn Schwarze (Geschäftsführer Addix), Jan Bachmann (Projektleiter F&E), Patrick Schnieder (Bundesminister für Verkehr), Claus Ruhe Madsen (Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein), Wiebke Müller-Lupp (wissenschaftliche Geschäftsführerin Wissenschaftszentrum Kiel), Tim Kraemer (Geschäftsführer F&E), Andreas Weidner (Geschäftsführer Anschütz), Dirk Nowotka (Christian-Albrechts-Universität Kiel). © Felix Klein/hfr

Beteiligt sind nach Angaben der Initiative die F&E GmbH (vormals Forschungs- und Entwicklungszentrum FH Kiel GmbH) als Konsortialführerin, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), die Firmen Addix und Anschütz sowie das Wissenschaftszentrum Kiel. Auch Forscher der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) wirken mit. Nach dem Aufbau des digitalen Testfelds und ersten Erprobungen in den vergangenen Jahren soll nun der Schritt von der Forschung in die praktische Anwendung folgen. Parallel arbeiten die Partner auch an Fragen der Sicherheit, Zulassung und Normung. Langfristig soll so die Grundlage für eine autonome Personenfähre in Kiel geschaffen werden.

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen sieht darin ein Signal für den Standort: „Ich bin überzeugt, dass es uns in den nächsten Jahren gelingen wird, eine erste autonom fahrende Fährverbindung in Kiel in Fahrt zu bringen.“ CAPTN, kurz für „Clean Autonomous Public Transport Network“, ist eine Kieler Initiative, die Projekte zur emissionsarmen und autonomen Mobilität vorantreibt und dafür Wissenschaft, Wirtschaft und öffentliche Partner vernetzt.

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