Aloha! „Shelvis“ rockt das Pflegeheim „Auetalblick“
21.07.2026, 18:58 Uhr
Von:
Astrid Jabs
der reporter Eutin/Malente
Das (Zusammen-)Leben feiern – beim Sommerfest im Malenter Alloheim-Pflegeheim „Auetalblick“ war das jüngst Programm. Und um die 63 Bewohnerinnen und Bewohner und ihre Angehörigen so richtig in Feierlaune zu versetzen, hatte Einrichtungsleiter Oliver Bojahr einen veritablen Stargast zur Sause gebeten: Elvis-Double „Shelvis“ alias Shezad Eikmeier brachte mit Charme, Stimme und Hüftschwung die Hits des legendären Hawaii-Konzerts des Kings of Rock’n’Roll zu Gehör.
„Shelvis“ ist eine feste Größe im norddeutschen Show-Kalender, absolviert zum Beispiel Auftritte auf dem Hamburger Hafengeburtstag oder beim Stadtfest in Lüneburg. „Aber hier bin ich zum ersten Mal“, verriet Shezad Eikmeier, ehe er ins Kostüm schlüpfte. Wie aber kommt man an einen solch illustren Showact? Ganz einfach: Mit guten Beziehungen. Oliver Bojahr und „Shelvis“ sind alte Bekannte und als es an die Planung des Sommerfestes ging, setzte der Pflege-Profi voll auf Glamour. Auch sonst überließ man bei der Organisation nichts dem Zufall: Von der reich gedeckten Kaffeetafel bis zum Outfit der Mitarbeiterinnen versprühte alles den Geist einer fröhlichen Gemeinschaft.
„Das Fest ist ein wichtiger Höhepunkt, davon werden wir lange zehren“, erklärte Oliver Bojahr. Seit September 2025 führt er das Haus der Alloheim-Gruppe und dass sein Team und er sehr vieles richtig machen, zeigt sich im Gespräch mit Bewohnerinnen wie Waltraut Bergmann. Mit freundlichem Lächeln sitzt sie an der Festtafel unter dem Pavillon, wie alle hat sie sich besonders schick gemacht für das Fest: „Es ist diesmal besonders gut gelungen“, meint sie und erzählt gern, was ihr besonders gefällt: „Die Mitarbeiter geben sich so viel Mühe. Und diejenigen, die nicht allein laufen können, werden geholt und sind auch involviert.“ Das Pflegeheim ist seit einiger Zeit ihr Zuhause, sie fühlt sich wohl, schätzt die vielfältigen Angebote: „Wichtig ist, dass man sich einbringt, dann funktioniert das Miteinander. Von allein passiert nichts“, meint sie bestimmt. Für das Team hat sie nur Lob: „Die machen das toll, nicht nur zum Sommerfest!“ Die Anerkennung schließt alle ein, von der Pflege bis zum Hauswirtschaftsteam. Letzteres wird von Ellen Wrage geleitet. Für das Sommerfest haben die vier Frauen von 8 bis 20 Uhr angepackt: „Gereinigt, aufgebaut, serviert und zum Schluss mit den anderen Mitarbeitern abgebaut“, zählt Ellen Wrage schwungvoll auf. Seit zwei Jahren hält ihr Team fest zusammen und wuppt den anspruchsvollen Job voller Energie. Von Müdigkeit auch beim Sommerfest keine Spur: Strahlend werden die Gäste begrüßt und mit einer Blumenkette um den Hals auf die Hawaii-Show eingestimmt.
Oliver Bojahr weiß genau, was er an seiner Mannschaft hat. Die Begrüßungsrede nutzte er dann auch, um sich bei allen für die Leistungen zu bedanken. Besonders geehrt wurde Heidi Kahl, die am 1. Juli 2016 in der Einrichtung begonnen hat. Hausmeister Roman Butt konnte sich als Geburtstagskind des Tages über ein vielstimmiges Ständchen freuen.
Es war nicht der einzige Geburtstag, der auf dem Sommerfest zur Sprache kam. Der „Auetalblick“ selbst steckt mitten im Jubiläumsjahr. 25 Jahre stehen zu Buche und dahinter verbergen sich ungezählte Höhen und Tiefen.
Was das bedeutet, wissen die Nachbareinrichtungen besonders gut: Anette Dammann, Pflegedienstleitung und Leiterin der Senioren-Residenz Godenbergschlößchen, und Galina Paulauskas, Pflegedienstleitung der Senioren-Residenz „Godenblick“, hatten sich unter das „Feiervolk“ gemischt: „Wir arbeiten seit Jahren gut zusammen, deshalb sind wir gern gekommen“, betonte Paulauskas und ihre Kollegin Dammann ergänzte: „Das kollegiale Miteinander ist in unserem harten Job das A und O.“
Worte, die Alloheim-Regionalleiter Phillip Sommer bestätigen kann: „Man muss die Pflege leben“, sagte er am Rande des Sommerfestes. Er kennt die Herausforderungen, hat sich über die Leitung kleinerer Einrichtungen für die Regionalleitung qualifiziert. Das Malenter Alloheim habe mit einem tollen Team gute Arbeit geleistet. Und so wie er um die Mühen weiß, kann er erklären, welche Motivation die Profis in der Pflege stark macht: „Es gibt keinen Beruf, der einem so viel wiedergibt: Das Lächeln der Bewohner und den Dank der Angehörigen.“